16:58 | 03.12.2008
OPEC fühlt sich beim Ölpreis als ‘Getriebene’ der Spekulation
WIEN (dpa-AFX) – Die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC), deren
13 Mitglieder rund 40 Prozent des weltweiten Ölbedarfs decken, sieht sich beim
Ölpreis als “Getriebene der internationalen Spekulation”. “Dieselben Akteure,
die vor kurzem den Ölpreis auf fast 150 Dollar pro Barrel getrieben haben,
treiben den Preis jetzt hinunter”, glaubt Hasan Qabazard, Chef der
Forschungs-Abteilung des Kartells. Der Ölpreis sei von einer Vielzahl von
Faktoren abhängig. “Wir haben keinen oder nur einen geringen Einfluss über die
Ursachen der Preisvolatilität”, sagte der Experte nach Angaben der
Nachrichtenagentur APA vom Mittwoch in Wien.
Ab Dienstag war der Preis für ein Barrel (159 Liter) OPEC-Rohöl auf 41,60
US-Dollar gefallen. Das waren 100 Dollar weniger als auf dem Höhepunkt des
Preisauftriebs im Sommer dieses Jahres. Qabazard rechnet allerdings künftig mit
Maßnahmen zur Eindämmung der Spekulation.
Der durch die Finanzkrise verursachte Nachfragerückgang komme den
Rohstoffspekulanten besonders gelegen. Mitte 2007 seien die Analysten noch von
einer Steigerung des weltweiten Verbrauchs um 1,3 Prozent ausgegangen.
Inzwischen gehe man für 2008 von Stagnation aus, mit einem “Risiko nach unten”,
sagte der Wissenschaftler. /fu/DP/js
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