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14:08 | 06.09.2011
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Globale Marktstudie von Roland Berger zu Lithium-Ionen-Batterien für
Autos: Fünf Top-Player beherrschen den expandierenden Markt –
Konsolidierung erwartet
München/Detroit (ots) –

– Weltweites Marktvolumen für Lithium-Ionen-Akkus für PKWs wird
bis 2015 von 1,5 Milliarden auf rund 9 Milliarden Dollar wachsen
– Im günstigsten Fall wird der Batteriemarkt für automobile
Anwendungen bis 2020 sogar ein Volumen von über 50 Milliarden
Dollar erreichen
– Fünf Spitzenreiter, überwiegend aus Asien, werden bis 2015 den
weltweiten Markt beherrschen: AESC, LG Chem, Panasonic/Sanyo,
A123 und SB LiMotive
– Bis 2015 werden deutliche Produktionsüberkapazitäten zu einer
starken Marktkonsolidierung führen

Der weltweite Markt für Lithium-Ionen-Batterien für
Elektrofahrzeuge ist deutlich im Aufwind: Bis 2015 wird sein Volumen
knapp 9 Milliarden Dollar erreichen, bis 2020 könnten es im
günstigsten Fall über 50 Milliarden Dollar sein. Begleitet wird
dieses Wachstum von massiven Überkapazitäten: In den kommenden Jahren
wird die Produktion von Lithium-Ionen-Akkus die Nachfrage um mehr als
das Doppelte übersteigen. Dies wird zu einer Marktkonsolidierung
führen. So werden 2015 fünf Wettbewerber – AESC, LG Chem,
Panasonic/Sanyo, A123 und SB LiMotive – nahezu 80 Prozent des Markts
unter sich aufteilen. Dies sind die wichtigsten Ergebnisse einer
neuen Studie von Roland Berger Strategy Consultants über die
Entwicklung des weltweiten Markts für Lithium-Ionen-Akkus für PKWs,
leichte und schwere Nutzfahrzeuge sowie Busse mit Hybrid- und
Elektroantrieb.

Die Roland Berger Experten erwarten, dass das Light
Vehicle-Segment (PKW und leichte Nutzfahrzeuge) im Jahr 2015 über 80
Prozent des gesamten Marktwerts für Lithium-Ionen-Batteriesysteme
ausmacht. Bis dahin werden weltweit 2,5 Millionen Hybridfahrzeuge,
300.000 Plugin-Hybrid-Fahrzeuge und 500.000 Elektrofahrzeuge pro Jahr
produziert. “Wir gehen davon aus, dass der globale Markt für
Lithium-Ionen-Akkus von den aktuellen 1,5 Milliarden Dollar auf fast
neun Milliarden Dollar im Jahr 2015 steigen wird”, sagt Wolfgang
Bernhart, Partner von Roland Berger Strategy Consultants. “Unter
günstigsten Bedingungen könnte das weltweite Marktvolumen bis 2020
sogar auf über 50 Milliarden Dollar wachsen. Dabei werden japanische
und koreanische Autohersteller weiterhin alles daran setzen, sich als
weltweit führende Anbieter alternativer Antriebstechnologien zu
etablieren.” Ihr Anteil an der weltweiten Produktion wird sich 2015
auf 40 Prozent belaufen. Da aber in den asiatischen Werken
überwiegend Hybridfahrzeuge, vor allem Fahrzeuge mit
Nickel-Metall-Hybrid-Akkus, gebaut werden, wird der Anteil dieser
Region am Lithium-Ionen-Batterie-Markt für Light Vehicles unter 15
Prozent bleiben.

China dominiert den Busmarkt

Bei elektrisch angetriebenen Bussen übernimmt China in den
kommenden Jahren eine Vorreiterrolle. So schätzen die Roland
Berger-Experten, dass 2015 rund 80 Prozent der produzierten
Lithium-Ionen-Batterien für Busse in China verkauft werden. “Das ist
auf die ehrgeizigen Pläne der chinesischen Regierung zurückzuführen,
die gezielt in Wachstumsbranchen investiert und die Luftqualität in
den Städten verbessern will”, erläutert Thomas Wendt, Co-Autor der
Studie. “Der chinesische PKW-Elektrofahrzeugmarkt wird sich dagegen
zunächst langsamer als in den westlichen Märkten entwickeln”, ergänzt
Bernhart. “Das liegt vor allem an den geänderten Prioritäten der
chinesischen Regierung, die im ersten Schritt Hybridfahrzeuge im
Fokus hat und reine Elektroantriebe bzw. Plug-Ins mit Priorität zwei
versehen hat.”

Im Bereich Nutzfahrzeuge entfällt der größte Wachstumsanteil auf
die Elektrifizierung von Pickups und Lieferwagen der amerikanischen
Kategorien 3 und 4. Die meisten großen Nutzfahrzeughersteller haben
Hybridantriebssysteme in ihrer Modellpalette bereits fest eingeplant.

Marktkonsolidierung – fünf Top-Player beherrschen den Markt

Über 100 Unternehmen sind zurzeit weltweit auf dem Markt für
Lithium-Ionen-Batterien für Fahrzeuge aktiv. Für das Jahr 2015
erwarten die Roland Berger-Experten, dass die Produktionskapazitäten
auf dem Lithium-Ionen-Batteriemarkt mehr als doppelt so hoch wie die
Nachfrage sein werden. “Die Batteriehersteller haben ihre Expansion
zum Teil zu großzügig geplant; die Nachwirkungen sind schon jetzt zu
spüren”, sagt Wolfgang Bernhart. “Wir werden daher in den kommenden
Jahren eine deutliche Konsolidierung des Markts erleben.” So werden
laut der Studie 2015 fünf führende Anbieter knapp 80 Prozent des
Markts unter sich aufteilen: AESC (26%), LG Chem (18%),
Panasonic/Sanyo (15%), A123 (14%) und SB LiMotive (6%).

Dabei wird AESC, das Joint Venture von Renault-Nissan und NEC, den
Akku-Markt für Light Vehicles anführen, wenn es Renault-Nissan
gelingt, sein Ziel von 500.000 verkauften Elektrofahrzeugen bis 2015
zumindest in großen Teilen zu erreichen. “Die wichtigste Hürde dafür
ist die Akzeptanz der Verbraucher für Elektroautos. Fehlt sie, dann
gerät die gesamte Branche in erhebliche Schwierigkeiten”, sagt
Bernhart.

A123 wird hingegen Marktführer bei Nutzfahrzeugen und Bussen. “Das
Unternehmen ist aufgrund guter Beziehungen zu den
Automobilherstellern, den Antriebsherstellern und den Flottenkunden
gut aufgestellt, um diese Segmente zu erobern”, sagt Thomas Wendt.
A123 ist zudem ein gefragter Batteriezulieferer für Light Vehicles.

Schwierig wird es vor allem für kleinere Anbieter, die sich 2015
rund zwei Prozent des globalen Markts aufteilen werden. “Damit diese
sieben bis acht Kleinanbieter überleben können, müssen sie ein
bestimmtes Marktsegment erobern und ein oder zwei große Kunden für
sich gewinnen”, sagt Wendt. “Alternativ müssten sie mit einem
komplementären Unternehmen fusionieren.”

Chinesische Hersteller auf dem Vormarsch

Nicht zu unterschätzen ist außerdem die zunehmende Konkurrenz aus
China auf dem Batteriemarkt – bis 2015 werden chinesische Hersteller
über acht Prozent des Markts für sich in Anspruch nehmen. Doch es
geht um mehr: Bis 2020 wird sich China wahrscheinlich zum größten
Markt für E-Mobilität entwickeln – für die internationalen
Batteriehersteller eine Chance und eine Herausforderung zugleich:
“Batteriehersteller müssen sich auf dem chinesischen Markt gut
positionieren, um ihren langfristigen Erfolg zu sichern”, sagt
Bernhart. “Dies erfordert ein völlig anderes strategisches Vorgehen
der Akku-Hersteller.”

Die Studie können Sie kostenlos downloaden unter:
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Roland Berger Strategy Consultants, 1967 gegründet, ist eine der
weltweit führenden Strategieberatungen. Mit über 2.000 Mitarbeitern
und 43 Büros in 31 Ländern ist das Unternehmen erfolgreich auf dem
Weltmarkt aktiv. Die Strategieberatung ist eine unabhängige
Partnerschaft im ausschließlichen Eigentum von mehr als 200 Partnern.

Originaltext: Roland Berger Strategy Consultants
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/32053
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Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an:

Claudia Russo
Roland Berger Strategy Consultants
Tel.: +49 89 9230-8190
e-mail: claudia_russo@de.rolandberger.com
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