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10:59 | 06.03.2018
OTS: Euler Hermes Deutschland / Euler Hermes Global Insolvency Index 2018: …

Euler Hermes Global Insolvency Index 2018: Steigende Insolvenzen in
Großbritannien und China
Hamburg (ots) – In seinem “Global Insolvency Index” prognostiziert
der weltweit führende Kreditversicherer Euler Hermes jährlich die
Insolvenzentwicklung in 43 Ländern. Nachdem der globale
Insolvenztrend nach sieben Jahren mit rückläufigen Zahlen 2017 eine
kurze Pause eingelegt hat (+1%), wird in diesem Jahr wieder ein
weltweiter Insolvenzrückgang um 1% erwartet. Doch in jedem zweiten
Land ist die Zahl der Unternehmenskonkurse nach wie vor höher als im
Krisenjahr 2007.

Ludovic Subran, Chefvolkswirt bei Euler Hermes, erläutert die
Entwicklung: “Die Stabilisierung der Insolvenzen insgesamt
signalisiert uns, dass das Kreditrisiko mit der konjunkturellen
Erholung zurückkehrt. Aber es bleiben regionale Unterschiede. Vor
allem das Umfeld in Asien, Lateinamerika, Osteuropa und
Großbritannien sollte genau beobachtet werden. Außerdem nimmt die
Zahl der Großinsolvenzen rapide zu und die Folgen der digitalen
Disruption, vor allem im Dienstleistungssektor und im Einzelhandel,
können schnell auf andere Branchen überspringen.”

Deswegen mahnt auch Ron van het Hof, CEO von Euler Hermes DACH,
zur Vorsicht: “Auch in Deutschland gehen wir in diesem Jahr wieder
von sinkenden Insolvenzen um 4% aus. Aber auch wenn derzeit keine
Wolke den blauen Wirtschaftshimmel zu trüben scheint, müssen
Firmenlenker wach und aufmerksam bleiben. Das betrifft nicht nur das
Auslandsgeschäft, denn auch in Deutschland sind die Konkurszahlen von
Großunternehmen 2017 auf 37 Fälle angestiegen. Jede Konzerninsolvenz
kann ein weiteres Unternehmen in der Wertschöpfungskette sehr schnell
selbst betreffen.”

China: Verlangsamtes Wachstum führt zu stärkstem Insolvenzanstieg
weltweit

Nach einem signifikanten Anstieg der Insolvenzquote um 35% im
vergangenen Jahr dürften die Insolvenzen in China laut der Prognose
von Euler Hermes auch 2018 zum fünften Mal in Folge weiter steigen.
Mit einer prognostizierten Quote von +10% führt China das globale
Ranking mit dem höchsten Insolvenzanstieg an. Aufgrund der
Wachstumsverlangsamung gehen die Experten davon aus, dass die
Insolvenzen in Asien insgesamt zunehmen.

Großbritannien: Brexit lässt Insolvenz-Prognose hochschnellen

Im Brexit-Vorfeld leiden Importeure und Verbraucher in
Großbritannien unter steigenden Rohstoffkosten und einem schwächeren
Pfund. Euler Hermes prognostiziert für das Jahr 2018 in diesem Umfeld
einen Insolvenz-Anstieg um 8%. Damit gilt das Land als Ausnahme in
Westeuropa, wo in den meisten Ländern aufgrund der konjunkturellen
Erholung und der günstigen monetären Rahmenbedingungen entweder ein
Rückgang oder eine Stabilisierung der Insolvenzen erwartet wird.

Digitale Disruption wirkt sich auf wichtige Wirtschaftszweige aus

Trotz der Wiederbelebung von globalem Wachstum und Handel leiden
immer mehr inländische Wirtschaftszweige unter dem Ausfall großer
Unternehmen. Im Jahr 2017 waren Großinsolvenzen um 21% angestiegen,
besonders in den Branchen Dienstleistungen, Einzelhandel, Agrar- und
Ernährungswirtschaft sowie im Baugewerbe. Treiber dieser Entwicklung,
durch die auch die Risiken für die Lieferanten steigen, sind der
intensive Wettbewerb und die digitale Disruption.

Euler Hermes ist weltweiter Marktführer im
Kreditversicherungsgeschäft und anerkannter Spezialist in den
Bereichen Kaution, Garantien und Inkasso. Das Unternehmen verfügt
über 100 Jahre Erfahrung und bietet seinen Kunden umfassende
Finanzdienstleistungen an, um sie im Liquiditäts- und
Forderungsmanagement zu unterstützen. Über das unternehmenseigene
Monitoring System verfolgt und analysiert Euler Hermes täglich die
Insolvenzentwicklung kleiner, mittlerer und multinationaler
Unternehmen. Insgesamt umfassen die Expertenanalysen Märkte, auf die
92% des globalen Bruttoinlandsprodukts (BIP) entfallen. Das
Unternehmen mit Hauptsitz in Paris ist in 52 Ländern vertreten und
beschäftigt rund 6.050 Mitarbeiter. Euler Hermes ist eine
Tochtergesellschaft der Allianz und ist an der Euronext Paris notiert
(ELE.PA). Das Unternehmen wird von Standard & Poor’s mit einem Rating
von AA bewertet. 2017 wies das Unternehmen einen konsolidierten
Umsatz von EUR 2,6 Milliarden aus und versicherte weltweit
Geschäftstransaktionen im Wert von EUR 894 Milliarden. Weitere
Informationen auf www.eulerhermes.com, LinkedIn oder Twitter
@eulerhermes.

Hinweis bezüglich zukunftsgerichteter Aussagen: Die in dieser
Meldung enthaltenen Informationen können Aussagen über zukünftige
Erwartungen und andere zukunftsgerichtete Aussagen enthalten, die auf
aktuellen Einschätzungen und Annahmen der Geschäftsführung basieren,
und bekannte und unbekannte Risiken sowie Unsicherheiten beinhalten,
aufgrund derer die tatsächlichen Ergebnisse, Entwicklungen oder
Ereignisse von den hier gemachten Aussagen wesentlich abweichen
können. Neben zukunftsgerichteten Aussagen im jeweiligen Kontext
spiegelt die Verwendung von Wörtern wie “kann”, “wird”, “sollte”,
“erwartet”, “plant”, “beabsichtigt”, “glaubt”, “schätzt”,
“prognostiziert”, “potenziell” oder “weiterhin” ebenfalls eine
zukunftsgerichtete Aussage wider. Die tatsächlichen Ergebnisse,
Entwicklungen oder Ereignisse können aufgrund verschiedener Faktoren
von solchen zukunftsgerichteten Aussagen beträchtlich abweichen. Zu
solchen Faktoren gehören u.a.: (i) die allgemeine konjunkturelle Lage
einschließlich der branchenspezifischen Lage für das Kerngeschäft
bzw. die Kernmärkte der Euler-Hermes-Gruppe, (ii) die Entwicklung der
Finanzmärkte einschließlich der “Emerging Markets” einschließlich
Marktvolatilität, Liquidität und Kreditereignisse, (iii) die
Häufigkeit und das Ausmaß der versicherten Schadenereignisse
einschließlich solcher, die sich aus Naturkatastrophen ergeben;
daneben auch die Schadenkostenentwicklung, (iv) Stornoraten, (v)
Ausmaß der Kreditausfälle, (vi) Zinsniveau, (vii)
Wechselkursentwicklungen einschließlich des Wechselkurses EUR-USD,
(viii) Entwicklung der Wettbewerbsintensität, (ix) gesetzliche und
aufsichtsrechtliche Änderungen einschließlich solcher bezüglich der
Währungskonvergenz und der Europäischen Währungsunion, (x) Änderungen
der Geldpolitik der Zentralbanken bzw. ausländischer Regierungen,
(xi) Auswirkungen von Akquisitionen, einschließlich der damit
verbundenen Integrationsthemen, (xii) Umstrukturierungsmaßnahmen,
sowie (xiii) allgemeine Wettbewerbsfaktoren jeweils in einem
örtlichen, regionalen, nationalen oder internationalen Rahmen. Die
Eintrittswahrscheinlichkeit vieler dieser Faktoren kann durch
Terroranschläge und deren Folgen noch weiter steigen. Das Unternehmen
übernimmt keine Verpflichtung, zukunftsgerichtete Aussagen zu
aktualisieren.

OTS: Euler Hermes Deutschland
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Pressekontakt:

Euler Hermes Deutschland
Stefanie Waldeck: +49 (0) 40 8834 1033
stefanie.waldeck@eulerhermes.com


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