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10:01 | 16.06.2009
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Go east – auch in schweren Zeiten? / Deloitte-Studie zeigt Chancen und
Risiken der M&A-Märkte in Osteuropa
München (ots) – Die wirtschaftliche Unsicherheit hat Investitionen
stark zurückgehen lassen. Dennoch können kaufkräftige westeuropäische
Unternehmen auch jetzt erfolgversprechende Deals in Osteuropa
abschließen – es gibt sogar mehr attraktive Akquiseobjekte als zuvor.
Unabhängig von betriebswirtschaftlichen und strategischen Aspekten
sind Aktivitäten in den verschiedenen Ländern jedoch nicht ohne
Risiken: Maßgebliche Faktoren sind die jeweiligen politischen und
gesellschaftlichen Rahmenbedingungen sowie kulturelle Eigenheiten. In
der Studie “Finding Value – Navigating M&A Risks in Central and
Eastern Europe” analysiert Deloitte die zwölf wichtigsten
osteuropäischen Staaten – und zeigt dabei teilweise deutliche
Unterschiede bei der Risikoeinstufung auf. Danach sind die Risiken
insbesondere in Russland, Litauen, Bulgarien und Rumänien signifikant
gestiegen.

“Auch wenn die Krise die Volkswirtschaften Osteuropas stark
geschwächt hat, bleibt diese Region gerade für westeuropäische
Investoren auf absehbare Zeit ein wichtiger Wachstumstreiber. Einige
Unternehmen sind sogar überzeugt, heute mehr Gegenwert denn je für
ihr Geld bekommen zu können”, erklärt Freddy Strottmann, Partner
Corporate Finance bei Deloitte.

Bürokratie ist größtes Hemmnis

Die Hauptrisiken bestehen in politischer, rechtlicher und
kultureller Hinsicht sowie in den Bereichen Währung und Finanzen.
Dabei befürchten Experten bürokratische Hemmnisse, Probleme bei der
Kreditfinanzierung in der Landeswährung sowie Korruption und
organisierte Kriminalität. Ferner sollten potenzielle Investoren auch
den Schutz von geistigem Eigentum sowie die Möglichkeit des Land-
bzw. Immobilienerwerbs beachten. Tatsächlich sind die
Rahmenbedingungen in einigen Staaten Osteuropas schwieriger geworden
- Auslandsinvestoren sind jedoch unverändert willkommen.

Top: Slowenien und die Slowakei

Musterschüler sind Slowenien und die Slowakei – beide gehören zu
den Staaten mit dem geringsten Risiko. Slowenien ist politisch
stabil, verfügt über das höchste Pro-Kopf-BIP der Region und eine
gute Infrastruktur – allerdings sind die Lohnkosten hoch. Auch in der
Slowakei wächst die Wirtschaft kräftig, zudem ist hier – wie in
Slowenien – inzwischen der Euro eingeführt. Andererseits prägen eine
vergleichsweise hohe Arbeitslosigkeit und eine zerstrittene
Regierungskoalition das Land. Ebenfalls gering sind die Risiken in
der Tschechischen Republik und in Polen – gerade Letztgenanntes
bietet trotz großer regionaler Unterschiede besonders attraktive
Zukunftspotenziale.

Entwicklungsbedürftig: Bulgarien und Rumänien Am Ende der
Risiko-Skala finden sich Nationen wie Serbien, Rumänien und
Bulgarien. Serbien verfügt zwar über Wachstumspotenziale, jedoch auch
über eine regional sehr unterschiedlich ausgeprägte Bürokratie.
Überdies ändert sich die Gesetzeslage häufig, sodass nur
unzureichende Rechtssicherheit besteht. Auch in Rumänien ist die
Bürokratie übermächtig und es droht zudem ein rapider
Währungsverfall. Bulgariens größtes Problem sind Kriminalität und
Korruption – auf der Habenseite stehen dagegen niedrige Steuern und
ebenfalls interessante Wachstumspotenziale. Die anderen untersuchten
Staaten – Lettland, Litauen, Ungarn und Kroatien – bilden im Hinblick
auf Risiken für Investoren das Mittelfeld. Dabei gehören fast überall
Intransparenz, instabile Regierungen und Währungsrisiken zu den
Minuspunkten.

Russland: Riese mit Risiken

Ein Sonderfall ist Russland: Das Pro-Kopf-BIP ist niedrig, die
Regierung wird zunehmend autoritärer, der Schutz geistigen Eigentums
ist schwach. Es gibt kaum mittelständische Unternehmen, es herrschen
abweichende Rechnungslegungs- und Bilanzierungsstandards und die
Korruption ist hoch. Dennoch gehört Russland zu den langfristig
interessanten M&A-Märkten – allerdings mit entsprechend hohen
Ansprüchen an die Due Diligence.

“Experten prognostizieren zum Teil erschreckende Zahlen für den
osteuropäischen Raum: So soll beispielsweise das BIP im
Gesamtdurchschnitt um fünf bis fünfeinhalb Prozent fallen. Allerdings
ist die Entwicklung im gesamten Raum sehr heterogen – einige Staaten
könnten die Krise durchaus nutzen, um ihre strukturellen Defizite zu
beheben. Potenzielle Investoren tun also gut daran, den aktuellen
Fortgang der Dinge genau zu beobachten, Risiken abzuwägen und gezielt
zu investieren”, resümiert Dr. Elisabeth Denison, Leiterin Research
bei Deloitte.

Die komplette Studie finden Sie unter
http://www.deloitte.com/dtt/research/0,1015,cid%253D266180,00.html
zum Download.

Ende

Über Deloitte

Deloitte erbringt Dienstleistungen aus den Bereichen
Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung, Consulting und Corporate Finance
für Unternehmen und Institutionen aus allen Wirtschaftszweigen. Mit
einem Netzwerk von Mitgliedsgesellschaften in 140 Ländern verbindet
Deloitte erstklassige Leistungen mit umfassender regionaler
Marktkompetenz und verhilft so Kunden in aller Welt zum Erfolg. “To
be the Standard of Excellence” – für die 165.000 Mitarbeiter von
Deloitte ist dies gemeinsame Vision und individueller Anspruch
zugleich.

Die Mitarbeiter von Deloitte haben sich einer Unternehmenskultur
verpflichtet, die auf vier Grundwerten basiert: erstklassige
Leistung, gegenseitige Unterstützung, absolute Integrität und
kreatives Zusammenwirken. Sie arbeiten in einem Umfeld, das
herausfordernde Aufgaben und umfassende Entwicklungsmöglichkeiten
bietet und in dem jeder Mitarbeiter aktiv und verantwortungsvoll dazu
beiträgt, dem Vertrauen von Kunden und Öffentlichkeit gerecht zu
werden.

Deloitte bezieht sich auf Deloitte Touche Tohmatsu, einen Verein
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selbstständig und unabhängig. Eine detaillierte Beschreibung der
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Originaltext: Deloitte
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/60247
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Pressekontakt:
Isabel Milojevic
PR Manager
Tel: +49 (0)89 29036 8825
imilojevic@deloitte.de


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