ots.CorporateNews: Ernst & Young / Studie von Ernst & Young: Siegerstrategien im deutschen …
Studie von Ernst & Young: Siegerstrategien im deutschen Mittelstand
2008 / Erfolgsrezepte für den Mittelstand – Wie die Finalisten des
Wettbewerbs “Entrepreneur des Jahres” wachsen
Stuttgart (ots) – Unternehmen, die überdurchschnittlich wachsen,
fördern die Mitarbeiter, um ihre Innovationskraft zu stärken und
wirtschaftliche Erfolge zu sichern. Denn nur über neuartige Produkte
gelingt es den Wachstumsunternehmen im Mittelstand, sich auf
internationalen Märkten zu behaupten und sich dem Preisdruck von
Billiganbietern zu entziehen. Bei ihrem wirtschaftlichen Handeln
lassen sich die Unternehmer schließlich auch von
unternehmensethischen Vorstellungen leiten. Zu diesen Ergebnissen
kommt die Studie “Zukunft gestalten – verantwortlich handeln –
Siegerstrategien im deutschen Mittelstand 2008″, die Ernst & Young
zusammen mit dem F.A.Z.-Institut für Management-, Markt- und
Medieninformationen gerade vorlegt.
Darin werden die Erfolgsrezepte von rund 100 mittelständischen
Unternehmen analysiert, die in den vergangenen Jahren sehr stark
wuchsen und sich damit als Finalisten für den Wettbewerb
“Entrepreneur des Jahres 2007″ qualifizierten. In die Untersuchung
flossen Kennzahlen ebenso wie die Erfahrungen und Einschätzungen der
Unternehmer ein. Dabei repräsentieren die analysierten Gesellschaften
alle wichtigen Branchen. 77 Prozent von ihnen erwirtschaften einen
Umsatz von mindestens 25 Millionen Euro pro Jahr, mehr als die Hälfte
von ihnen steigerte ihre Erlöse in den vergangenen Jahren um mehr als
25 Prozent, in jedem Dritten legte wiederum die Zahl der Mitarbeiter
um mindestens 25 Prozent zu. “Die Studie ,Siegerstrategien im
Mittelstand’ belegt sechs wichtige Siegerstrategien, durch die sich
mittelständische Unternehmen auf internationalen Märkten abheben und
auch unter wachsendem Wettbewerbsdruck nachhaltig wachsen”, berichtet
Wolfgang Glauner, Autor der Studie bei Ernst & Young. “Wir empfehlen
diese zur Nachahmung und wollen in nachvollziehbaren Fallstudien
Unternehmern Denkanstöße vermitteln.”
Erfolgsrezept 1: Neues sichert Wachstum und Zukunft
Innovationen gelten Wachstumsunternehmern als wichtigster Schritt
zum Erfolg. Mehr als ein Drittel von ihnen will dadurch bestehende
Märkte tiefer durchdringen, etwa jeder Zehnte weitere Kunden
anziehen. Neue Produkte bieten Wettbewerbsvorteile, binden Kunden,
aber auch Mitarbeiter. Daher investiert etwa jeder dritte Befragte
mindestens zehn Prozent des Umsatzes in die Forschung, fünf Prozent
sogar mehr als 20 Prozent: Dieser Aufwand lässt sich mit den Ausgaben
von Hochtechnologie-Konzernen vergleichen und zahlt sich aus: 28
Prozent der Unternehmen liefert Angebote, die neuartig sind. Etwa
jedes vierte Unternehmen meldet mindestens ein Patent oder ein
Gebrauchsmuster pro Jahr an. Und 43 Prozent erwirtschaften 40 Prozent
der Einnahmen durch Neuheiten.
Erfolgsfaktor 2: Bildung stärkt die Innovationskraft
Wenigstens ein Fünftel ihrer Arbeitszeit widmen erfolgreiche
Mittelständler ihren Mitarbeitern. Den meisten von ihnen – 67 Prozent
- ist bewusst, dass diese entscheidend zum wirtschaftlichen Erfolg
beitragen. Daher investieren sie auch in ihre Angestellten: Um
Fachwissen auf dem Laufenden zu halten und zu verbessern, setzen 97
Prozent der Befragten auf Weiterbildung. Fast jeder Dritte stellt
dafür den Angestellten mindestens zwölf Arbeitstage zur Verfügung.
Vier von fünf Unternehmen lassen nicht nur Fachwissen schulen,
sondern auch Persönlichkeit und Organisationstechniken. Der Einsatz
für die Bildung fördert das Wachstum: Fünf Prozent der Unternehmer
konnte die Belegschaft im letzten Geschäftsjahr verdoppeln, etwa
jeder Dritte wenigstens um ein Viertel steigern.
Erfolgsfaktor 3: Kundenwünsche bringen voran
Weniger ist mehr, wenn es um Kunden geht: 34 Prozent der
Unternehmer bedienen nur bis zu 250 Käufer, mehr als zwei Drittel
erwirtschaften nur mit rund 20 Prozent ihrer Kunden den Großteil
ihrer Einnahmen. Was eigentlich ein Risiko von Abhängigkeit birgt,
nutzen die Betriebe als Chance zur Spezialisierung und für
maßgeschneiderte Angebote. Mehr als die Hälfte der Befragten beziehen
zudem ihre Kunden in die Entwicklung von Produkten ein; drei Viertel
schulen die Kundenorientierung ihrer Mitarbeiter. Dank innovativer
Angebote und Spezialisierung gelingt es den Unternehmen, neue Märkte
zu erobern und Preise unabhängig zu gestalten: Knapp ein Viertel
erzielen 60 bis 100 Prozent ihres Umsatzes mit Neukunden. Jedes
Zweite kann sich hohe Preise leisten, nur jedes Zehnte gruppiert sich
ins mittlere und niedrige Preissegment ein.
Wachstumsunternehmer denken nicht nur an den Profit, sie fühlen
sich in hohem Maße der Gesellschaft verpflichtet – und begründen auch
damit einen Teil ihres Erfolgs. 96 Prozent von ihnen setzen sich
aktiv für Hilfsprojekte oder für den Umweltschutz ein. Das dient
nicht nur der Imagepflege, in erster Linie stehen ethische
Vorstellungen im Mittelpunkt: Wenigstens einen Teil der Gewinne an
die Gesellschaft zurückzugeben und so die Zukunft mitzugestalten, das
empfinden 81 Prozent der Unternehmer als persönliche Motivation. Etwa
jeder Zweite will durch gesellschaftliches Engagement Mitarbeiter
gewinnen. Besonders oft fördern die Befragten Bildungseinrichtungen,
karitative Organisationen oder Naturschutzprojekte. Jeder Zweite
spendet Geld, immerhin etwa jeder Fünfte stellt für derartige
Projekte auch Mitarbeiter frei.
Erfolgsfaktor 5: Partnerschaften helfen beim Wachstum
Gemeinsamkeit macht stark – gerade auf globalen Märkten: Im
Schnitt erzielen die analysierten Firmen rund ein Drittel ihrer
Umsätze im Ausland. Um auf eigene Stärken zu fokussieren, suchen die
Unternehmer für die Expansion nach Partnern. Jeder Dritte prüft dazu
Joint Ventures, 29 Prozent schauen nach Firmen aus, an denen sie sich
beteiligen können. Kooperativ zeigen sich die Unternehmer auch in
Sachen Innovation: Außer den Ideen von Mitarbeitern oder Kunden
beziehen sie auch jene von Lieferanten ein. Daher arbeiten bei 40
Prozent der Unternehmen Ingenieure von Zulieferern in der
Entwicklungsabteilung mit.
Erfolgsfaktor 6: Vorausschauen sichert die Zukunft
20 Prozent ihrer Arbeitszeit widmen die Befragten der Strategie.
Dabei ist es ihnen wichtig, frühzeitig Risiken zu erkennen. Um auf
Entwicklungen schnell zu reagieren, prüfen 40 Prozent der Befragten
regelmäßig den Wettbewerb auf Übernahmechancen oder Partnerschaften.
Auch der Innovationsprozess unterliegt steter Kontrolle durch fach-
und funktionsübergreifende Teams. Geldfragen werden indes auf eher
traditionelle Weise gelöst: An erster Stelle finanzieren die
Befragten das Wachstum aus dem Gewinn, daneben achten sie auf ihre
Kosten: 60 Prozent schauen etwa auf den Aufwand für Material.
Die Studie “Zukunft gestalten – verantwortlich handeln –
Siegerstrategien im deutschen Mittelstand 2008″ enthält neben den
Ergebnissen auch Fallstudien von wachstumsstarken, mittelständischen
Unternehmen. Sie umfasst 45 Seiten, kostet 48,- Euro und kann unter
www.entrepreneur-des-jahres.de bestellt werden.
Zum Wettbewerb “Entrepreneur des Jahres”:
Ernst & Young organisiert den Unternehmerwettbewerb “Entrepreneur
des Jahres” weltweit in über 50 Ländern. In Deutschland wird die
Auszeichnung 2008 zum zwölften Mal verliehen. Mit dem Preis werden
unternehmerische Spitzenleistungen identifiziert und honoriert. Eine
hochrangig besetzte, neutrale Jury, bestehend aus Unternehmern und
Professoren, wählt die “Entrepreneure des Jahres” aus. Namhafte
Unternehmen und Medien unterstützen den Wettbewerb als Partner. Dazu
gehören BMW, IKB Deutsche Industriebank, Capgemini, Frankfurter
Allgemeine Zeitung und Manager Magazin.
Über Ernst & Young:
Die Ernst & Young AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft mit Hauptsitz in Stuttgart ist eine der
drei großen deutschen Prüfungs- und Beratungsgesellschaften und
unabhängiges Mitglied des internationalen Netzwerkes von Ernst &
Young Global*. In der Steuerberatung ist Ernst & Young die Nummer
eins unter den deutschen Steuerberatungs- und
Wirtschaftsprüfungsgesellschaften. Ernst & Young beschäftigt rund
6.100 Mitarbeiter an 21 Standorten und erzielte im Geschäftsjahr
2006/2007 einen Umsatz von 1,08 Milliarden Euro. Die rund 130.000
Mitarbeiter von Ernst & Young Global erzielten im Geschäftsjahr
2006/2007 einen Umsatz von 21,1 Mrd. US$.
Der Ernst & Young-Verbund in Deutschland bietet sowohl großen als
auch mittelständischen Unternehmen ein umfangreiches Portfolio von
Dienstleistungen an: Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung sowie
Transaktions-, Management-, Risiko- und Immobilienberatung.
* Die Internationale Ernst & Young Organisation setzt sich aus
selbstständigen und rechtlich unabhängigen Mitgliedsunternehmen
zusammen. Eines davon ist die Ernst & Young AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft.
Originaltext: Ernst & Young
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/8028
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_8028.rss2
Pressekontakt:
Wolfgang Glauner
Projektleiter
Entrepreneur des Jahres e.V.
c/o Ernst & Young AG
Mittlerer Pfad 15
70499 Stuttgart
Telefon: (0711) 988 58 00
E-Mail: entrepreneur-des-jahres@de.ey.com