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12:07 | 27.04.2009
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Guter Start 2009: Rentenbank steigert erneut Förderleistung und
Betriebsergebnis
Frankfurt am Main (ots) –

– 1. Quartal 2009: Zusagen für zinsgünstige Programmkredite weiter
auf hohem Niveau, neue Förderangebote zur Liquiditätssicherung
im Agribusiness, Emissionsgeschäft mit stärkerem Fokus auf
inländischen Banken und Versicherungen, operatives Ergebnis mit
zweistelligen Zuwachsraten

– Geschäftsjahr 2008: Finanzierungsvolumen und Betriebsergebnis
übertreffen Rekordjahr 2007, günstige Margenentwicklung
ermöglicht deutlich höhere Förderleistung, Cost-Income-Ratio
10,9 %

Mit dem bisherigen Verlauf des Geschäftsjahres 2009 zeigte sich
Dr. Marcus Dahmen, Sprecher des Vorstandes der Rentenbank, Frankfurt
am Main, anlässlich der Bilanzpressekonferenz über den
Jahresabschluss 2008 sehr zufrieden. “Sowohl Fördervolumen als auch
Ertragsentwicklung übertrafen im 1. Quartal 2009 die sehr guten
Ergebnisse des Geschäftsjahres 2008. Trotz einer rückläufigen
Investitionsneigung in der Landwirtschaft sind Förderkredite für das
Agribusiness im 1. Quartal weiter lebhaft nachgefragt worden,” so
Marcus Dahmen. In der Bilanz der Förderbank für das Agribusiness sei
das Volumen mittel- und langfristiger Förderfinanzierungen im 1.
Quartal erneut auf nunmehr 65,1 Mrd. EUR (63,5) gestiegen. Auch für
das Emissionsgeschäft im 1. Quartal zog Dahmen eine positive Bilanz:
“Insbesondere aus dem Bankenbereich registrierten wir eine stark
steigende Nachfrage nach unseren Emissionen”. Das operative Ergebnis
nach HGB wuchs in den ersten drei Monaten nach Angaben der Bank um
44,3 Mio. EUR auf 106,9 Mio. EUR. Eine sehr positive Entwicklung
zeigten auch die allerdings sehr volatilen Ergebnisse des
IFRS-Abschlusses. Neben einem deutlich gestiegenen operativen
Ergebnis war die Ertragslage durch hohe Bewertungsgewinne
gekennzeichnet. Dahmen möchte die Steigerungsraten nicht für das
gesamte Jahr fortschreiben, “denn die Volatilität der Marktparameter
ist weiter außergewöhnlich hoch. Die Fair Value Bewertung führt
deshalb zu unvorhersehbaren Ergebnissen”. Für die weitere Entwicklung
im laufenden Jahr gibt er dennoch einen optimistischen Ausblick:
“Unsere Förderangebote werden wir bei Bedarf weiter erhöhen und damit
einen wichtigen Beitrag zu Stabilisierung der Kreditversorgung im
Agribusiness leisten. Hinsichtlich der Ertragsentwicklung erwarten
wir eine Normalisierung, d. h. positive Ergebnisse, die zwar unter
dem Ausnahmejahr 2008 liegen, aber über dem Niveau der
vorangegangenen Geschäftsjahre.”

Erweitertes Förderangebot sichert zinsgünstige und stabile
Finanzierungsbedingungen

Mit Blick auf die Wirtschafts- und Finanzkrise hat die Rentenbank
erst kürzlich ihr Förderangebot um Liquiditätshilfedarlehen für
Milchvieh haltende Betriebe erweitert. Außerdem ermöglicht sie jetzt
sowohl landwirtschaftlichen Betrieben als auch den sonstigen
Unternehmen der Agrar- und Ernährungswirtschaft, ihre
Liquiditätssituation durch zinsgünstige Anschlussfinanzierungen für
bereits getätigte betriebliche Ausgaben zu verbessern. Bereits Ende
2008 hatte die Förderbank ihre Finanzierungsangebote für Landwirte
verbessert und kleine und mittlere Unternehmen (KMU) der vor- und
nachgelagerten Wirtschaftsbereiche stärker in die Förderaktivitäten
einbezogen.

Förderbilanz 2008: 86 Mio. EUR für die Landwirtschaft

Im Geschäftsjahr 2008 erzielte die Förderbank für das Agribusiness
sowohl nach HGB als auch nach IFRS ein Rekordbetriebsergebnis. Das
operative Ergebnis erreichte nach HGB 349,6 Mio. EUR (201,2), nach
IFRS 202,3 Mio. EUR (145,9). Aufgrund eines positiven
Bewertungsergebnisses errechnet sich nach IFRS ein Ergebnis nach
Bewertung (Konzernjahresüberschuss) in Höhe von 463,4 Mio. EUR
(51,0). Dabei wurden negative Bewertungsergebnisse in Höhe von 396,9
Mio. EUR (-76,1) erfolgsneutral in der Neubewertungsrücklage
verbucht. Der Finanzmarktkrise und der starken Volatilität der
IFRS-Ergebnisse hat die Förderbank durch entsprechende Risikovorsorge
und die Dotierung von Reserven und Rücklagen Rechnung getragen. Der
Bilanzgewinn von 10,8 Mio. EUR (10,5) wird für eine das
Allgemeininteresse wahrende Förderung der Landwirtschaft
ausgeschüttet und je zur Hälfte dem Zweckvermögen und dem
Förderungsfonds zugeführt. Schwerpunkte des Förderungsfonds bildeten
im Geschäftsjahr 2008 Zuschüsse für agrarbezogene Forschungsprojekte
und Weiterbildungsmaßnahmen des landwirtschaftlichen Berufsstands.
Zugunsten der besonders zinsgünstigen Programmkredite hat die
Förderbank Erträge von 74,6 Mio. EUR eingesetzt. Außerdem wurde das
Kapital der Edmund Rehwinkel-Stiftung aus Erträgen der Rentenbank um
1 Mio. EUR erhöht. Insgesamt erreichte die aus den Erträgen der Bank
finanzierte Förderleistung damit 86 Mio. EUR.

Bilanzsumme sinkt leicht bei steigendem Fördervolumen

Die Entwicklung der Bilanzsumme (HGB) stand im Geschäftsjahr 2008
im Zeichen der Finanzmarktmarktkrise. Mit 87,9 Mrd. EUR (88,8) lag
sie am Jahresende leicht unter dem Vorjahr. Der Bestand mittel- und
langfristiger Förderdarlehen wuchs jedoch um 8,0 % auf 40,4 Mrd. EUR
(37,4). Mit einem Plus von 20,3 % auf 16,0 Mrd. EUR (13,3)
verzeichneten die Programmkredite erneut ein überdurchschnittliches
Wachstum. Dementsprechend stieg der Anteil dieser für spezielle
Förderzwecke und Hilfsmaßnahmen angebotenen und mit besonders
günstigen Konditionen ausgestatteten Förderkredite am gesamten
mittel- und langfristigen Darlehensvolumen auf rd. 40 % (35,6). Einen
positiven Wachstumsbeitrag leistete auch der Wertpapierbestand. Diese
Bilanzposition erhöhte sich aufgrund des Neugeschäfts bei verbrieften
Finanzierungen um 6,9 % (18,8) auf 27,7 Mrd. EUR (25,9). Insgesamt
erreichte das mittel- und langfristige Fördervolumen in der
HGB-Bilanz 63,5 Mrd. EUR (59,1) und lag damit 7,4 % über dem Vorjahr.

Finanzmarktkrise verteuert Refinanzierung im vierten Quartal

Die mittel- und langfristigen Fremdmittel valutierten am
Bilanzstichtag insgesamt mit 60,9 Mrd. EUR (65,5). Zur Refinanzierung
ihres mittel- und langfristigen Aktivgeschäfts nahm die Förderbank
2008 wie im Vorjahr 11,2 Mrd. EUR auf. Dabei konnte sie sich in den
ersten drei Quartalen in fast allen Währungen und Laufzeiten deutlich
günstiger refinanzieren als im Vorjahr. Erst im vierten Quartal
verschlechterten sich die Passivmargen. Mit einem Emissionsvolumen
von 7,7 Mrd. EUR (7,9) blieb das Euro-Medium-Term-Note-Programm
(EMTN) das wichtigste Refinanzierungsinstrument, gefolgt von den bei
der amerikanischen Börsenaufsicht registrierten Globalanleihen, die
mit 2,0 Mrd. EUR (2,0) zum Mittelaufkommen beitrugen. Im
kurzfristigen Bereich erfolgte die Mittelaufnahme überwiegend durch
das Euro-Commercial-Paper-Programm (ECP). Die jahresdurchschnittliche
Programmauslastung des ECP-Programms wuchs erneut deutlich auf 13,6
Mrd. EUR (8,9). Mit einem Anteil von 54,3 % (34,0) am Mittelaufkommen
blieb der US-Dollar die wichtigste Emissionswährung. Der Anteil des
Euro sank auf 19,7 % (30,7). 57 % (48) des Emissionsvolumens wurde
bei Zentralbanken platziert. Der Anteil von Versicherungen,
Unternehmen und Pensionsfonds wuchs auf 19 % (11,0).

Komfortable Eigenkapitalausstattung: Kennziffern weit über den
Anforderungen

In der HGB-Bilanz 2008 werden die Eigenmittel insgesamt mit 3,0
Mrd. EUR (2,9) ausgewiesen. Dieser Betrag enthält nachrangige
Verbindlichkeiten in Höhe von 1,1 Mrd. EUR (1,0). Auf Rücklagen und
den Fonds für allgemeine Bankrisiken entfielen 1,8 Mrd. EUR (1,7).
Sowohl die Kernkapitalquote als auch die Gesamteigenkapitalquote
liegen mit 12,3 % (10,6) bzw. 19,1 % (16,1) deutlich über den
bankaufsichtsrechtlichen Anforderungen von 4 bzw. 8 %.

Unsere vollständige Presseinformationen finden Sie unter:
www.rentenbank.de

Originaltext: Landwirtschaftliche Rentenbank
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/34948
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_34948.rss2

Pressekontakt:

Dr. Karin Gress
Tel.: 069/2107-393
Fax: 069/2107-447
E-Mail: gress@rentenbank.de


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