15:19 | 28.09.2008
PSA sieht Krise als Chance – Vier Millionen verkaufte Autos 2010
PARIS (dpa-AFX) – Der französische Autokonzern PSA Peugeot Citroen
sieht sich trotz des Markteinbruchs gut gerüstet, um seine Absatz- und
Gewinnziele für 2010 zu erreichen. “PSA ist in den USA nicht betroffen und fährt
gut in den aufkommenden Regionen wie Südamerika, Russland und den Oststaaten”,
sagte Konzernchef Christian Streiff dem Pariser “Journal du Dimanche” zur
Entwicklung an den Automobilmärkten, die vor allem von der US-Schwäche geprägt
wird. “Ich halte an unserem Ziel fest, 2010 vier Millionen Autos zu verkaufen,
und zwar mit einer Gewinnmarge zwischen 5,5 und sechs Prozent.”
Alleine im ersten Halbjahr seien die Kosten um eine Milliarde Euro gedrückt
worden, sagte Streiff. “Und wir beschleunigen den Rhythmus im zweiten Halbjahr.”
6.600 Stellen seien im ersten Halbjahr weggefallen. PSA sei gut dabei, die Zeit
der Modellentwicklung auf zweieinhalb Jahre zu halbieren. Der Wandel des Marktes
reiche sehr tief, doch die europäische Autoindustrie werde gestärkt aus ihr
hervorgehen. Der starke Wettbewerb und die Umweltauflagen zwängen zur Exzellenz.
Die Zukunft sieht Streiff in umweltfreundlichen Fahrzeugen. Elektroautos
würden langfristig vielleicht 5 bis 15 Prozent des Marktes ausmachen, vor allem
im Stadtverkehr. Die nächsten Jahre würden aber vom Diesel-Hybrid-Motor
bestimmt. “Diese Technik wird im kommenden Jahrzehnt zwischen zehn und 50
Prozent des Marktes ausmachen. Wir bereiten uns auf die 50-Prozent-Hypothese
vor.” Die ersten Hybridautos für Familien wollen Citroën und Peugeot 2011 an die
Kunden liefern. Daneben plant PSA ein Weltauto und damit ein günstigeres Auto
für die Schwellenländer, das – an die jeweiligen Regionalmärkte angepasst – in
drei Jahren auf den Markt kommen solle./hn/DP/he
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