AGENTURMELDUNGEN

16:00 | 28.07.2011
ROUNDUP 2: Infineon baut Dresdner Werk für neue Technologie aus – Umsatzplus

DRESDEN (dpa-AFX) – Der Technologiestandort Dresden bekommt Zuwachs. Der
Halbleiterhersteller Infineon will eine neue Technologie etablieren
und sein Werk in den kommenden Jahren weiter ausbauen. In einer ersten Stufe
sollen bis 2014 rund 250 Millionen Euro investiert werden, wie das Unternehmen
am Donnerstag ankündigte. 250 Mitarbeiter würden eingestellt. Im dritten
Geschäftsquartal wuchs der Umsatz zum Vorquartal um 5 Prozent auf 1,04
Milliarden Euro. Unter dem Strich sank aber wegen des Verkaufs der
Handychipsparte, die Infineon im vorherigen Viertel enorme Einnahmen brachte,
der Gewinn deutlich von 572 auf 190 Millionen Euro.

“Diese Zahlen belegen, dass die strategische Ausrichtung auf
Energieeffizienz, Mobilität und Sicherheit richtig ist”, sagte Vorstandschef
Peter Bauer. Für das Schlussquartal des Geschäftsjahrs (Ende September) erwartet
er Umsätze und einen operativen Gewinn auf dem Niveau des dritten Quartals. Der
Überschuss fiel im dritten Quartal deutlich auf 190 Millionen Euro. Hier hatte
allerdings zuletzt der Verkauf der Handychipsparte viel Geld in die Kasse
gespült. Um der hohen Nachfrage gerecht zu werden, will Infineon die Kapazitäten
in der Leistungshalbleiterfertigung ausbauen. So soll die Produktion in Malaysia
aufgestockt werden.

In der Dresdner Fabrik sollen künftig 300-Millimeter-Wafer hergestellt
werden. Diese sogenannten Leistungshalbleiter werden unter anderem benötigt, um
Strom zu transformieren. Anwendungsgebiete seien Windkraftanlagen, die
Autoindustrie oder die Solarindustrie, sagte Infineon-Produktionsvorstand
Reinhard Ploss. “Unser erstes Ziel ist es, die neue Technologie in Dresden zu
etablieren”. Ein Ausbau des Werkes werde je nach Bedarf erfolgen. Zunächst
würden 20 bis 30 Prozent der Reinraumkapazität der ehemaligen Tochter Qimonda
genutzt. Nach oben sei Luft, deutete er an. Spekulationen, wonach langfristig
etwa eine Milliarde Euro in Dresden investiert werden solle, wollte Ploss nicht
bestätigen. Im Laufe des kommenden Jahres solle schrittweise mit der Produktion
begonnen werden.

Infineon mit rund 1.900 Mitarbeitern in Dresden hatte für gut 100 Millionen
Euro Qimonda-Anlagen übernommen. Im vergangenen Jahr hatte Infineon den Standort
Dresden bereits für 40 Millionen Euro ausgebaut, um damit die anhaltend hohe
Nachfrage nach Halbleitern befriedigen zu können. Bei Qimonda arbeiteten einst
weltweit rund 12 000 Menschen. Das börsennotierte Unternehmen musste im Januar
2009 Insolvenz anmelden, nachdem ein drastischer Preisverfall bei Speicherchips
zu horrenden Verlusten geführt hatte. Allein in Deutschland waren 4600
Beschäftigte betroffen, neben der Zentrale in München vor allem im Dresdner
Chipwerk. In den USA unterhielt Qimonda eine Fabrik in Richmond im
US-Bundesstaat Virginia./stz/DP/edh


NEWSLETTER

Abonnieren Sie jetzt unseren
aktuellen Newsletter

WIRTSCHAFTSNACHRICHTEN

19:17 Uhr | 17.11.2017
AKTIEN IM FOKUS: Anleger setzen ...


18:15 Uhr | 17.11.2017
ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: ...


18:12 Uhr | 17.11.2017
Aktien Europa Schluss: Verluste - ...


17:59 Uhr | 17.11.2017
Urteil zur Elbvertiefung fällt ...


17:55 Uhr | 17.11.2017
Aktien Frankfurt Schluss: Dax ...