AGENTURMELDUNGEN

14:50 | 24.11.2010
ROUNDUP: BASF verzichtet in Ludwigshafen auf betriebsbedingte Kündigungen

LUDWIGSHAFEN (dpa-AFX) – Der weltweit größte Chemiekonzern BASF
verzichtet am Stammwerk Ludwigshafen bis Ende 2015 auf betriebsbedingte
Kündigungen und plant milliardenschwere Investitionen. Im Gegenzug garantieren
die Arbeitnehmer dem Unternehmen die Möglichkeit eines flexibleren Einsatzes des
Personals. Das BASF-Management und Arbeitnehmervertreter unterzeichneten am
Mittwoch in Ludwigshafen eine dementsprechend neue Standortvereinbarung. Diese
soll die zum Jahresende auslaufenden Vereinbarungen aus dem Jahr 2004 ersetzen.
BASF beschäftigt derzeit rund 33.000 Mitarbeiter am Stammsitz.

Die Geschäfte bei BASF laufen nach dem Krisenjahr 2009 wieder auf Hochtouren
und das Unternehmen steuert im laufenden Jahr auf ein neues Rekordjahr zu. „Die
Kapazitäten sind weiterhin gut ausgelastet“, sagte Vorstand Harald Schwager.
Gleichzeitig warnte er: „Durch die Krise hat sich das wirtschaftliche Umfeld
deutlich verändert.“ Kunden bestellten immer noch kurzfristig und oft kleinere
Mengen als früher. „Es gibt keine Anzeichen dafür, dass wir wieder zurück zu den
Abläufen und Prozessen der Vorkrisenzeiten zurückkehren werden.” Dabei verwies
der BASF-Manager unter anderem auf die anhaltend hohen Schwankungen der Märkte
vor allem auf den Rohstoff- und Devisenmärkten.

WETTERFEST FÜR KÜNFTIGE STÜRME

BASF will seinen Stammsitz mit den neuen Vereinbarungen vor allem für
„zukünftige Stürme wetterfest machen“. Dabei setzt das Unternehmen auf flexiblen
Personaleinsatz. Dieser habe sich gerade im Krisenjahr als ein echtes
Erfolgsmodell erwiesen, sagte Schwager. „Auf diese Weise haben wir es geschafft,
Kurzarbeit am Standort Ludwigshafen erst lange Zeit zu vermeiden und dann in
ihrem Ausmaß deutliche einzugrenzen.“

INVESTITIONEN VON BIS ZU 10 MRD EURO

Zudem plant das Unternehmen, bis Ende 2015 insgesamt 9 bis 10 Milliarden
Euro in den weltweit größten Standort des Unternehmens zu investieren. Dabei
sollen rund zwei Drittel der Ausgaben in die Modernisierung und Erhaltung gehen.
Der Rest ist für die Forschung und Entwicklung vorgesehen. Ludwigshafen bleibe
auch zukünftig zentraler Standort für Forschung und Entwicklung, betonte
Schwager.

Erst vor wenigen Tagen hatte der Konkurrent Bayer aus Leverkusen
überraschend angekündigt, tausende von Arbeitsplätzen streichen zu wollen.
Weltweit sollen bis Ende 2012 rund 4.500 Stellen wegfallen, davon 1.700 in
Deutschland. Im Gegenzug sollen 2.500 Arbeitsplätze in Schwellenländern
aufgebaut werden. Damit will der BASF-Konkurrent seine jährlichen Kosten
deutlich reduzieren./mne/ep/she


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