AGENTURMELDUNGEN

11:08 | 04.03.2014
ROUNDUP: Beiersdorf knausert bei der Dividende

HAMBURG (dpa-AFX) – Der Nivea-Hersteller Beiersdorf will trotz eines satten Gewinnsprungs in 2013 die Dividende nur stabil halten. Wie im Vorjahr sollen 70 Cent je Aktie ausgeschüttet werden, teilte der Konzern am Dienstag mit. Die Nullrunde bei der Dividende kam überraschend, die meisten Analysten hatten mit einer Erhöhung der Gewinnbeteiligung gerechnet. Beiersdorf-Chef Stefan Heidenreich will das Geld lieber erst einmal im Haus behalten, um Wachstum zu finanzieren.

Die im Dax notierte Aktie startete im Minus, kämpfte sich dann aber trotz leicht enttäuschender Zahlen und dem vagen Ausblick in die Gewinnzone vor und legte zuletzt um 1,57 Prozent auf 73,22 Euro zu. Damit näherte sich wieder dem im Januar erreichten Rekordhoch von 77,31 Euro. Ein Händler begründete dies mit einer Erholung nach der scharfen Korrektur vor Bekanntgabe der Zahlen. Unterstützung bekam die Aktie auch von der Charttechnik. Hier habe eine wichtige Widerstandslinie gehalten. Zudem bestätigte die DZ Bank ihre Kaufempfehlung. Beiersdorf habe gute Chancen, weitere Marktanteile sowohl in den etablierten Konsumgütermärkten als auch in den Schwellenländern zu gewinnen, schrieb DZ-Bank-Experte Thomas Maul in einer Kurzstudie.

VERHALTENER AUSBLICK AUF 2014

Im vergangenen Jahr legte Beiersdorf kräftig zu. Der Überschuss stieg um 20 Prozent auf 534 Millionen Euro. Das um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) kletterte um knapp 11 Prozent auf 814 Millionen Euro. 2014 will der Konzern seinen Umsatz organisch, also ohne Wechselkurseffekte sowie Zu- und Verkäufe, um 4 bis 6 Prozent steigern. Die bereinigte Ebit-Umsatzrendite soll leicht über der des Jahres 2013 von 13,2 Prozent liegen. Dabei geht Beiersdorf davon aus, dass das Ergebnis bei der Klebstofftochter Tesa rückläufig sein wird. Heidenreich selbst bezeichnete den Ausblick als “konservativ”.

Das Geschäft von Tesa hängt stark von der Entwicklung der Abnehmerindustrien ab. Im vergangenen Jahr profitierte die Tochter von einer starken Nachfrage aus dem Automobil- und Elektroniksektor. Tesa entwickelt beispielsweise spezielle Klebebänder, die bei den Displays von Smartphones zum Einsatz kommen. 2013 wuchs die Tochter organisch um 8,5 Prozent und erreichte einen Umsatz von gut einer Milliarde Euro.

PFLEGE BLEIBT 2013 HINTER KLEBER ZURÜCK

Die deutlich größere Pflegesparte verbessert sich organisch um 7 Prozent auf gut 5 Milliarden Euro. Neue Produkte der Kernmarken Nivea, Eucerin und La Prairie kurbelten das Wachstum an. Beiersdorf kam zudem in den Schwellenländern besser voran als gedacht und erzielt inzwischen mehr als die Hälfte seines Pflegeumsatzes in diesem Markt. Aber auch in Westeuropa lief es wieder besser. Erstmals seit 2008 schaffte Beiersdorf in dieser Region wieder eine Umsatzsteigerung.

Durch die stärker gewordene Präsenz im Ausland bekam Beiersdorf aber auch die Auswirkungen des starken Euro im Vergleich zu anderen Währungen deutlich zu spüren. Der Umsatz im Konzern stieg 2013 um 1,7 Prozent auf 6,14 Milliarden Euro zu. Ohne Währungseffekte lag das Plus bei 7,2 Prozent. Größter Anteilseigner an Beiersdorf ist die Familie Herz. Die Tchibo-Erben halten über ihre Holding Maxingvest etwas mehr als die Hälfte der Beiersdorf-Aktien./she/stk/zb


NEWSLETTER

Abonnieren Sie jetzt unseren
aktuellen Newsletter

WIRTSCHAFTSNACHRICHTEN

22:16 Uhr | 17.11.2017
Aktien New York Schluss: ...


21:19 Uhr | 17.11.2017
US-Anleihen: Freundlich - ...


21:13 Uhr | 17.11.2017
Devisen: Eurokurs hält sich bei ...


21:11 Uhr | 17.11.2017
dpa-AFX Überblick: Ausgewählte ...


19:17 Uhr | 17.11.2017
AKTIEN IM FOKUS: Anleger setzen ...