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ROUNDUP: BMW will Personalkosten um halbe Milliarde Euro drücken

LONDON/MÜNCHEN (dpa-AFX) - Der Autobauer BMW  will seine
Personalkosten mit dem angekündigten Abbau von mehreren tausend Stellen um
jährlich bis zu 500 Millionen Euro drücken. Noch größeres Einsparpotenzial sehe
der Konzern bei den Materialkosten, sagte Finanzvorstand Michael Ganal laut
Mitteilung am Mittwoch auf einer Investorenkonferenz in London. Von den sechs
Milliarden Euro, die BMW in den kommenden fünf Jahren insgesamt einsparen will,
entfielen zwei Drittel auf diesen Bereich. Damit konkretisierte BMW erstmals
sein Sparprogramm, das Ende September verkündet worden war. Der Autobauer will
den Verfall seiner Gewinnmargen in den vergangenen Jahren stoppen.

Die strategische Neuausrichtung gehe jetzt in die entscheidende Phase, sagte
Vorstandschef Norbert Reithofer. “Wir legen im laufenden Jahr die Grundlage für
eine Trendwende bei der Profitabilität.” Die Konzernführung stellte sich
erstmals in der BMW-Geschichte auf einer so genannten Road Show den Investoren.

Wie viele Stellen genau abgebaut werden sollen, ließen Reithofer und Ganal
offen. In Branchenkreisen ist von bis zu 8000 Stellen die Rede, die in diesem
Jahr wegfallen sollen. Der Konzern betonte erneut, dass in erster Linie
Leiharbeiter betroffen seien, die nach Ablauf der Verträge bei anderen
Unternehmen arbeiten würden. Allerdings räumte BMW ein: ”Beim Stammpersonal sind
ebenfalls Maßnahmen vorgesehen, die sozialverträglich und in einem konstruktiven
Dialog mit dem Betriebsrat vereinbart wurden.” Dabei solle Mitarbeitern im Laufe
dieses Jahres der Einstieg in die Altersteilzeit angeboten werden. Zudem sind
Abfindungsangebote und die Nicht-Besetzung frei werdender Stellen geplant.
Hochqualifizierte Fach- und Führungskräfte würden weiterhin eingestellt, betonte
der Konzern.

Größter Kostenblock im Unternehmen sind laut Ganal die Ausgaben für das
Material. Sie belaufen sich auf rund 25 Milliarden Euro im Jahr. “Wenn wir eine
Reduzierung der Materialkosten um beispielsweise drei Prozent pro Jahr annehmen,
bedeutet dies ein jährliches Potenzial von rund 750 Millionen Euro.”

Der Konzern strebt zudem weitere Kooperationen an. Derzeit laufen
Verhandlungen mit anderen Herstellern über die gemeinsame Nutzung von
Komponenten und Motoren. “Die Gespräche kommen gut voran, sind aber noch nicht
abgeschlossen”, sagte Ganal. BMW bekräftigte zudem, dass angesichts des
schwachen Dollars die Produktion und der Einkauf im Dollarraum ausgebaut werden
sollen./ax/DP/mf/

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