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15:13 | 08.03.2018
ROUNDUP: EZB-Chef Draghi kritisiert Trumps Strafzölle

FRANKFURT (dpa-AFX) – Der Chef der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, hat sich besorgt über die von US-Präsident Donald Trump angekündigte Einführung von Strafzöllen geäußert. Zunehmender Protektionismus sei ein Risiko für die Wirtschaft, sagte Draghi am Donnerstag nach der Zinssitzung der EZB in Frankfurt. Differenzen sollten multilateral und nicht im Alleingang angegangen werden. “Wenn man schon Zölle gegen seine Verbündeten erhebt, dann stellt sich doch die Frage: Wer sind die Feinde?”

Die sofortigen Auswirkungen der angekündigten Zölle sollten zwar nach Einschätzung des Währungshüters nicht allzu groß sein. Entscheidend werde aber sein, ob es zu Gegenreaktionen komme. Zudem stelle sich die Frage, welche Effekte auf die Wechselkurse es geben werde. Mit einiger Sorge haben die Notenbanker seit geraumer Zeit den vergleichsweise starken Euro im Blick.

Das größte Risiko durch die Abschottungspolitik liege aber in dem Verlust gegenseitigen Vertrauens, sagte Draghi. Dies könne sich auch negativ auf das Wirtschaftswachstum und die Inflation auswirken. Die Wirtschaft wachse zwar stärker als vorhergesagt. Die EZB müsse aber überzeugende Hinweise auf einen Inflationsanstieg abwarten. Nach wie vor sei eine hohe geldpolitische Unterstützung für die Konjunktur nötig./tos/bgf/jha/


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