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9:10 | 11.03.2010
ROUNDUP: Gea übertrifft Gewinnerwartungen – moderater Anstieg 2010

BOCHUM (dpa-AFX) – Der Maschinenbau-Konzern Gea Group hat im
Schlussquartal die Gewinnerwartungen übertroffen und rechnet im laufenden Jahr
mit einem stabilen Geschäft. Zudem bekommen die Bochumer wieder mehr Aufträge.
“Nach sieben rückläufigen Quartalen lag der Auftragseingang im vierten Quartal
des abgelaufenen Geschäftsjahres fünf Prozent über dem Vorquartal”, sagte
Vorstandschef Jürg Oleas am Donnerstag. Seinen Aktionären will der Konzern eine
Dividende von 0,30 (Vorjahr 0,40) Euro je Aktie zahlen. Am Markt kam der besser
als erwartet ausgefallene Gewinn gut an. Im frühen Handel legte die Aktie um
rund 4,3 Prozent zu.

Für 2010 erwartet Gea einen “moderaten Anstieg” bei den Aufträgen und eine
Stabilisierung beim Umsatz. Die Marge soll das Niveau von 2009 erreichen.
Allerdings dürfte es nach Einschätzung des Vorstands noch zwei bis drei Jahre
dauern, bevor der Konzern die Krisenauswirkungen vollständig überwunden hat.
Unklar sei etwa, wie sich die Wirtschaft in den europäischen Ländern nach dem
Auslaufen der Konjunkturprogramme entwickele. Europa steht für knapp die Hälfte
der Umsätze. Trotzdem peilt Gea für sich langfristig eine EBIT-Marge von 12
Prozent an.

JAHRESZIELE GESCHAFFT

Seine Ziele für das Gesamtjahr von 4,4 Milliarden Euro Umsatz und einer
EBIT-Marge in Höhe von rund sieben Prozent erreichte Gea. Mit einem Minus von
18,1 Prozent beim Auftragseingang und 14,8 Prozent beim Umsatz zwischen Januar
und Dezember kam Gea zudem deutlich besser durch das Jahr 2009 als der deutsche
Maschinen- und Anlagenbau im Allgemeinen. Die deutsche Schlüsselbranche hatte im
vergangenen Jahr 38 Prozent weniger Bestellungen erhalten und 23,1 Prozent
weniger umgesetzt.

In der Zeit zwischen Oktober und Dezember blieben bei Gea zwar der
Auftragseingang mit 1,009 Milliarden Euro und der Umsatz mit 1,192 Milliarden
Euro leicht unter den Analystenschätzungen, dafür lief es sowohl operativ mit
einem EBIT von 92,8 Millionen Euro als auch unter dem Strich mit 65,7 Millionen
Euro besser als erwartet für das Unternehmen. Hauptkunden der Bochumer kommen
unter anderem aus der Nahrungsmittel- und Energieerzeugungsbranche. Diese hatten
sich in der Krise vergleichsweise robust gezeigt.

STELLENABBAU

Trotzdem kam Gea im vergangenen Jahr nicht um einen Arbeitsplatzabbau herum.
2.300 von insgesamt rund 21.000 Stellen wurden weltweit gestrichen. Der Abbau
kostete den Konzern 65 Millionen Euro. Auf der anderen Seite konnte das
Unternehmen aber auch so 100 Millionen Euro 2009 einsparen./stb/she/tw


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