14:34 | 27.04.2011
ROUNDUP: GlaxoSmithKline steigert dank Einsparungen Gewinn
LONDON (dpa-AFX) – Der britische Pharmakonzern GlaxoSmithKline
hat in den ersten drei Monaten des laufenden Geschäftsjahren dank
Einsparungen mehr verdient als im Vorjahr. Der Gewinn nach Steuern und vor der
Restrukturierung sei um neun Prozent auf 1,69 Milliarden Pfund (rund 1,9 Mrd
Euro) gestiegen, teilte die im britischen FTSE-100 notierte GlaxoSmithKline am
Mittwoch in London mit. Vorstandschef Andrew Witty zeigte sich in einer
Erklärung zum Quartalsbericht zufrieden. Er betonte, das Unternehmen mache gute
Fortschritte in der Umsetzung der Strategie, die die Präsenz und das
Produktportfolio auf neue Wachstumsmärkte ausrichtet.
Der Konzern sei auch auf gutem Weg, sein Einsparziel von 2,2 Milliarden
Pfund 2012 zu erreichen. Die Verschuldung wurde um 440 Millionen auf 8,4
Milliarden Pfund gesenkt. Beim Umsatz litt Glaxo unter der Konkurrenz billigerer
Nachahmermedikamente. Der Erlös ging zu konstanten Wechselkursen um zehn Prozent
auf 6,585 Milliarden Pfund zurück. Operativ wurde im ersten Quartal ein Ergebnis
von 2,170 Milliarden nach 2,395 Milliarden Pfund im Vorjahr ausgewiesen. Für das
erste Quartal wurden 16 Pence – ein Plus von sieben Prozent – an die Aktionäre
ausgeschüttet. Witty erklärte, dass im Zuge des neuen langfristigen
Rückkaufprogramms in diesem Jahr Aktien im Wert von bis zu zwei Milliarden Pfund
erworben werden sollen.
Wie andere große Pharmakonzerne konnten sich die Briten nicht den
Auswirkungen der Gesundheitsreform in den USA und den Preiskürzungen bei
Arzneimitteln in Europa entziehen. Während die Erlöse in den Schwellenländern
(+23%) anzogen, gingen die Umsätze in den USA (-4%) und in Europa (-5%) zurück.
Dem Konzern gehören unter anderem Marken wie Odol, Sensodyne und Abtei. Wie
Witty anlässlich der Zahlen in einer Telefonkonferenz sagte, stießen die Pläne,
sich von einem Teil des Consumer Healthcare-Geschäfts zu trennen, auf reges
Interesse. Glaxo hatte Mitte April angekündigt, verschreibungsfreie Mittel, die
2010 einen Umsatz von 500 Millionen Pfund eingebracht haben, abstoßen zu wollen.
Die Produkte werden hauptsächlich in Europa und den USA verkauft. GSK will sich
zukünftig in dieser Sparte stärker auf die Schwellenländer und schnell wachsende
Marken fokussieren. Dadurch dürfte Bewegung in den Milliardenmarkt für
rezeptfreie Mittel (Consumer Healthcare) kommen, in dem auch Bayer ,
Sanofi-Aventis oder auch Merck KGaA aktiv
sind./ep/fn/tw
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