8:32 | 09.08.2011
ROUNDUP: Heidelberger Druck verringert Verlust – Ausblick steht
HEIDELBERG (dpa-AFX) – Der angeschlagene Druckmaschinenhersteller
Heidelberger Druck ist auf dem Weg zu einem ausgeglichenen operativen
Ergebnis nur einen kleinen Schritt vorangekommen. Im ersten Geschäftsquartal bis
Ende Juni konnten die Heidelberger ihren Verlust aus der betrieblichen Tätigkeit
von 35 Millionen Euro im Vorjahr auf 25 Millionen Euro verringern, wie das
Unternehmen am Dienstag mitteilte. Unter dem Strich stand immer noch ein
Fehlbetrag von 46 Millionen Euro, nach minus 52 Millionen Euro vor einem Jahr.
Geringere Zinskosten und eine gesunkene Verschuldung nach einer Kapitalerhöhung
trugen zum besseren Abschneiden bei. Im vorbörslichen Handel verlor die Aktie
zunächst leicht an Wert.
Die weitere Entwicklung der Weltkonjunktur sei schwer vorherzusehen, sagte
Vorstandschef Bernhard Schreier. “Aufgrund der weiterhin hohen Nachfrage und des
anhaltend hohen Wirtschaftswachstums im chinesischen Markt gehen wir jedoch
davon aus, dass die regionalen Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung von
Heidelberg nur temporär sind.”
Im laufenden Geschäftsjahr will das Unternehmen bei einer stabilen
gesamtwirtschaftlichen Entwicklung ein zumindest vor Sondereinflüssen
ausgeglichenes operatives Ergebnis abliefern. Dabei klammert der Konzern vor
allem Aufwendungen für die Finanzierung aus. Diese hatte sich das Unternehmen
während der weltweiten Wirtschaftskrise nur noch mit Bankkrediten, einer
öffentlichen Bürgschaft und einem strikten Sparkurs samt Abbau von rund 4.500
Stellen sichern können. Mittelfristig will das Unternehmen einen Umsatz von mehr
als drei Milliarden Euro schaffen. 2010/2011 erwirtschaftete Heideldruck mit
rund 15.800 Mitarbeitern einen Umsatz von 2,6 Milliarden Euro. Im abgelaufenen
Quartal verringerte sich die Mitarbeiterzahl um 110 auf 15.718.
Über den Auftragseingang von 665 Millionen und den Umsatz von 554 Millionen
Euro hatte das Unternehmen bereits Mitte Juli auf Basis vorläufiger Zahlen
berichtet. Hier zeigte sich, dass die Heidelberger wegen ungünstiger
Währungseffekte und der Erdbebenkatastrophe in Japan bei der Umsatzentwicklung
an Fahrt verloren./stb/stw/wiz
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