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11:33 | 25.02.2010
ROUNDUP: Konjunkturprogramme können Flaute am Bau nicht stoppen

WIESBADEN (dpa-AFX) – Die milliardenschweren Konjunkturprogramme haben die
Flaute in der deutschen Bauwirtschaft nicht beendet. Die Auftragseingänge im
Bauhauptgewerbe gingen im Krisenjahr 2009 preisbereinigt um 6,6 Prozent zurück,
wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte. Das Minus
traf ausschließlich den Hochbau, der einen Nachfrageeinbruch um 13 Prozent
verkraften musste. Hingegen stiegen die Ordereingänge im Tiefbau leicht um 0,1
Prozent. Der Gesamtumsatz sank um 4,1 Prozent auf 83,3 Milliarden Euro. Die Zahl
der Beschäftigten blieb im Jahresdurchschnitt mit einem Minus von 500 auf
705.000 Menschen stabil. 2008 waren die Aufträge um 4,4 Prozent gesunken.

Im Jahresverlauf 2009 entspannte sich die Lage der Branche erheblich. So
erhöhten sich die Bestellungen im Dezember 2009 gegenüber dem allerdings schon
schwachen Vorjahresmonat um 6,1 Prozent. Der Hochbau verzeichnete leichte
Zuwächse um 0,1 Prozent, der Tiefbau legte kräftig um 13,3 Prozent zu. Die Zahl
der Beschäftigten erhöhte sich im Dezember gegenüber dem Vorjahr um 0,6 Prozent
auf 701.000 Menschen. Der Gesamtumsatz lag mit 8,0 Milliarden Euro aber um 2,2
Prozent unter Vorjahr.

Der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie hatte am Mittwoch kritisiert,
dass von den staatlichen Förderungen besonders das Ausbaugewerbe profitiert
habe. Die starke Konzentration der Konjunkturmittel auf die energetische
Gebäudesanierung sei zu einseitig gewesen. “Die deutsche Bauindustrie hätte es
begrüßt, wenn die Fördermittel des Zukunftsinvestitionsprogramms auch für den
Abbau des eklatanten Investitionsstaus im kommunalen Straßenbau hätten verwendet
werden dürfen”, berichtete der Verband. Dies hätte die kommunalen
Straßenbauhaushalte nach zwei harten Wintermonaten mit hohen Straßenschäden
entlasten können./hs/DP/wiz


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