9:14 | 10.11.2008
ROUNDUP: Manz bestätigt Prognose – Bei Umsatz- und Ergebnis unter Erwartung
REUTLINGEN (dpa-AFX) – Der Solar- und LCD-Maschinenhersteller Manz
Automation hat in den ersten neun Monaten des Jahres kräftig zugelegt
und seine Prognose für das Gesamtjahr bestätigt. Bis September stieg der Umsatz
von 46,8 auf rund 159 Millionen Euro, teilte das Unternehmen am Montag in
Reutlingen mit. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) verdreifachte sich
von 6,3 auf 18,8 Millionen Euro. Analysten hatten zwar ein noch etwas besseres
Abschneiden erwartet. Sie wurden jedoch durch den Ausblick des TecDAX-Neulings
besänftigt. Die Aktie stieg in den ersten Minuten in einem
freundlichen Gesamtmarkt um acht Prozent auf 79,40 Euro.
Unter dem Strich legte Manz von Januar bis September beim Gewinn auf 14,1
Millionen Euro zu nach 6,44 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Wegen eines
guten Auftragseingangs und einer gesicherten Auslastung bis zur Jahresmitte 2009
gehe der Vorstand weiter von einer Umsatzprognose von 235 bis 240 Millionen Euro
aus, hieß es. Ziel sei es zugleich, für das Gesamtjahr eine EBIT-Marge in etwa
auf dem Niveau der ersten neun Monate zu erreichen. Diese hatte bei 11,8 Prozent
gelegen nach 13,4 Prozent im Vorjahreszeitraum. Als Grund für den Rückgang
nannte Manz die Konsolidierung der im laufenden Jahr akquirierten Unternehmen.
EBIT-MARGE SOLL WIEDER STEIGEN
2009 solle die Marge wieder steigen, kündigten die Reutlinger an. Dabei
helfe die Umstellung des Produktsortiments der neuen Tochtergesellschaften auf
profitablere Solarprodukte. Manz kaufte in diesem Jahr drei Unternehmen zu – in
Tübingen, in der Slowakei und in Taiwan. Bei diesen Zukäufen ging es aber
zumeist in erster Linie um den Kapaziätsausbau, um Flächen und Mitarbeiter. In
Taiwan baut Manz eine neue Produktion auf. “Die Integration der akquirierten
Unternehmen in die Manz-Gruppe schreitet wie geplant voran”, sagte Vorstandschef
Dieter Manz.
Künftig werde das Unternehmen Wachstumschancen auch in “aufstrebenden
Märkten” wie den USA, den arabischen Ländern und Indien nutzen. Schon im
September hatte Manz gesagt, es werde künftig Niederlassungen mit Technikern vor
Ort auch in Indien und in Singapur geben, danach stehe die Westküste
Nordamerikas auf dem Programm./sc/das/zb
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