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14:16 | 17.07.2013
ROUNDUP: Regierung will stärkere Nutzung nachwachsender Rohstoffe

BERLIN (dpa-AFX) – Die deutsche Industrie soll sich aus Sicht der
Bundesregierung stärker auf nachwachsende Rohstoffe umstellen. Dies könne auch
die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen verringern, wie eine am Mittwoch vom
Bundeskabinett beschlossene “Politikstrategie Bioökonomie” vorsieht.
Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) sagte: “Wir müssen wegkommen vom Öl
und lernen, stärker zu nutzen, was die Natur uns bietet.” Bei Bioökonomie geht
es etwa um Verfahren, bei denen Kunststoffe auf pflanzlicher Basis hergestellt
werden.

Der Bundesverband Deutscher Pflanzenzüchter begrüßte die Initiative.
Konzepte dürften nicht in der Forschung stehen bleiben, sondern müssten in
Deutschland im Markt ankommen. In der deutschen Chemie-Industrie haben
nachwachsende Rohstoffe nach Branchenangaben in diesem Jahr einen Anteil von
etwa 13 Prozent. Die Chemie nutzt etwa Stärke, Zucker, Cellulose, Fette oder
Öle.

Bundesforschungsministerin Johanna Wanka (CDU) kündigte eine
Förder-Initiative für Projekte zur nachhaltigen Nutzung von Agrarflächen an. Die
Bundesregierung will dem Konzept zufolge zudem darauf dringen, dass der Wandel
zu mehr Bio-Rohstoffen im Einklang mit der weltweiten Ernährungssicherung
verläuft. “Die Produktion von Lebensmitteln muss immer Vorrang haben”, sagte
Aigner.

Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) betonte, nötig sei ein Umsteuern
zu mehr langlebigen Artikeln. Wenn Wegwerfprodukte künftig aus Bio-Rohstoffen
stammten, wäre auch dies Ressourcenverschwendung./sam/DP/jha


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