10:25 | 27.01.2012
ROUNDUP: Starbucks tut sich in Europa schwer
SEATTLE (dpa-AFX) – Die Europäer beißen bei Starbucks
nicht so recht an. Während im Rest der Welt die Menschen in die Läden geströmt
sind, legten die sogenannten vergleichbaren Verkäufe in der Region Europa, Naher
Osten, Russland und Afrika im ersten Geschäftsquartal um magere zwei Prozent zu.
Zum Vergleich: Weltweit betrug das Wachstum ohne Neueröffnungen neun Prozent
gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Das war letztlich aber nur ein Schönheitsfehler. “Wir laufen auf
Hochtouren”, stellte Konzernchef Howard Schultz am Donnerstag fest. Dank
zahlreicher neuer Läden stieg der Gesamtumsatz um 16 Prozent auf 3,4 Milliarden
Dollar (2,6 Mrd Euro). Der Gewinn legte um zehn Prozent auf 382 Millionen Dollar
zu. Nach den Worten von Schultz hat Starbucks niemals zuvor so gut verdient.
“Starbucks baut seine globale Präsenz weiter aus”, sagte Schultz. Alleine in
den vergangenen drei Monaten kamen 241 neue Filialen hinzu, womit die Gesamtzahl
jetzt bei 17 244 liegt. In Europa und den angrenzenden Gebieten sind es 1783.
Zudem wird es immer populärer, Starbucks-Spezialitäten Zuhause zu genießen.
Viele Sorten gibt es inzwischen abgepackt im Supermarkt zu kaufen.
In den USA, wo die meisten Restaurants stehen, ist das Unternehmen aus dem
Straßenbild kaum wegzudenken. Es gibt nur wenige Bäckereien oder Cafés, die
Konkurrenz machen könnten. Wenn, dann buhlt Starbucks mit anderen Ketten wie
Dunkin Donuts oder McDonald’s um die Kundschaft. Starbucks hat sich aber auch
für Deutschland vorgenommen, stark zu wachsen.
In diesem Geschäftsjahr, das seit Oktober läuft, sollen weltweit 800 weitere
Läden aufmachen. Die meisten Neueröffnungen sind in den USA und Asien geplant,
100 aber auch in Europa, dem Nahen Osten, Russland und Afrika. Der Konzernumsatz
soll weiterhin um zehn Prozent zulegen, und der Gewinn je Aktie nun um 17 bis 20
Prozent. Die Anleger hatten scheinbar mit einer Erhöhung der Prognose gerechnet.
Die Aktie fiel nachbörslich um zwei Prozent./das/DP/nmu
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