AGENTURMELDUNGEN

21:51 | 01.04.2010
ROUNDUP: US-Richter segnet Daimler-Vergleich ab

WASHINGTON (dpa-AFX) – Die Schmiergeld-Affäre hat für Daimler in
den USA ein Ende. Ein Richter in Washington stimmte am Donnerstag einem
ausgehandelten Vergleich mit dem Justizministerium und der Börsenaufsicht SEC
zu. Der Stuttgarter Autobauer bekannte sich schuldig, über zehn Jahre hinweg in
mindestens 22 Ländern Regierungsbeamte bestochen zu haben, um an lukrative
Aufträge zu kommen. Daimler zahlt nun 185 Millionen Dollar (rund 134 Mio Euro)
Strafe.

Mit dem Vergleich werden die Akten in einem seit Jahren andauernden
Rechtsstreit geschlossen. Ein ehemaliger Mitarbeiter hatte den Behörden 2004 den
entscheidenden Tipp gegeben. In der Zeit war Daimler noch mit dem
US-Wettbewerber Chrysler liiert. Die vor gut einer Woche veröffentliche
Anklageschrift listet die Verfehlungen im Detail auf. Die SEC sprach davon, dass
Daimler von Korruption durchdrungen gewesen sei.

Die deutsche Justiz zeigt nur geringes Interesse an den Vorfällen. Sie hat
die meisten Verfahren längst eingestellt. Aktuell geht die Stuttgarter
Staatsanwaltschaft noch zwei Vorwürfen nach. Die US- Justiz sprach von
mindestens 205 Zahlungen über insgesamt 56 Millionen Dollar./das/DP/he


Weitere Meldungen
28.11.2011 Richter kippt Citigroup-Vergleich mit US-Börsenaufsicht
01.04.2010 US-Richter segnet Daimler-Vergleich ab
14.09.2009 ROUNDUP/Bank of America: Richter weist Vergleich zurück

 

NEWSLETTER

Abonnieren Sie jetzt unseren
aktuellen Newsletter

WIRTSCHAFTSNACHRICHTEN

19:09 Uhr | 24.05.2012
Wowereit bestreitet Versagen im ...


19:05 Uhr | 24.05.2012
Odersun-Beschäftigte erhalten ...


17:57 Uhr | 24.05.2012
Berggruen bietet angeblich für ...


17:16 Uhr | 24.05.2012
Flugzeugsitzhersteller Recaro will ...


17:14 Uhr | 24.05.2012
Chemie-Tarifkompromiss sorgt für ...