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10:34 | 08.02.2018
ROUNDUP: Wirbelstürme werfen Zurich nicht aus der Bahn – Dividende steigt

ZÜRICH (dpa-AFX) – Die Hurrikan-Serie in den USA und der teure Konzernumbau haben den Schweizer Versicherer Zurich 2017 kaum aus der Spur gebracht. Unter dem Strich stand ein Gewinn von 3 Milliarden US-Dollar (2,4 Mrd Euro) und damit 6 Prozent weniger als ein Jahr zuvor, wie der Allianz-Konkurrent am Donnerstag in Zürich mitteilte. Das war deutlich mehr als von Analysten erwartet. Den Aktionären winkt nun eine höhere Dividende. Außerdem will der Konzern für eine Milliarde Dollar eigene Aktien zurückkaufen.

An der Börse kamen die Nachrichten bestens an. Die Zurich-Aktie gewann am Vormittag 3,25 Prozent an Wert auf 311,40 Schweizer Franken und war damit zweitstärkster Wert im schweizerischen Leitindex SMI. Analyst Peter Eliot von Kepler Chevreux wertete die Jahresergebnisse als stark. Sein Kollege Michael Huttner von JPMorgan lobte die steigende Dividende. Auch sei kein Aktienrückkauf erwartet worden.

Konzernchef Mario Greco sieht den Versicherer auf gutem Weg. “Das Erreichte hat unsere Widerstandskraft gegenüber Herausforderungen gestärkt und gibt uns Zuversicht, unsere Ziele für 2017 bis 2019 zu erreichen.” Die Dividende für 2017 soll um sechs Prozent auf 18 Schweizer Franken je Aktie steigen.

Das Katastrophenjahr 2017 mit der Hurrikan-Serie, zwei Erdbeben in Mexiko und den Waldbränden in Kalifornien hat Zurich vergleichsweise gut verkraftet. Für die weltweite Versicherungsbranche brachte das Jahr die schwersten Naturkatastrophenschäden der Geschichte. Zurich kosteten die drei Wirbelstürme “Harvey”, “Irma” und “Maria”, die im August und September in den USA und der Karibik wüteten, 700 Millionen Dollar. Die Prämieneinnahmen reichten daher nicht aus, um die Aufwendungen für Schäden, Verwaltung und Vertrieb zu decken. Die kombinierte Schaden-Kosten-Quote rutschte dabei mit 100,9 Prozent über die kritische 100-Prozent-Marke.

Gegenwind kam auch aus Großbritannien. Die dortige Regierung hatte im Frühjahr überraschend die sogenannte Ogden-Rate gesenkt. Dadurch stiegen auf einen Schlag die Ansprüche von Unfallopfern gegen Versicherer. Da die Versicherer diese Zahlungen nicht einkalkuliert hatten, mussten Zurich und andere Assekuranzen ihre Schadenreserven aufstocken.

Konzernweit ging der Betriebsgewinn durch die Belastungen im Jahresvergleich um 15 Prozent auf 3,8 Milliarden Dollar zurück. Das lag auch an dem laufenden Konzernumbau, der mit 143 Millionen Dollar zu Buche schlug. Mit der Neuaufstellung will Greco die jährlichen Kosten im Konzern bis 2019 um 1,5 Milliarden Dollar senken. Davon seien bisher 700 Millionen erreicht, hieß es.

Zurich-Chef Greco hatte im März 2016 die Leitung des Versicherungskonzerns übernommen. Im August kassierte er das Ziel zum Abbau von 8000 Stellen, das Verwaltungsratspräsident Tom de Swaan als Interims-Chef ausgegeben hatte. Man schaue alle Kostenebenen an, es gebe aber keine spezifischen Zahlen, sagte Greco damals./stw/fba


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