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9:59 | 09.02.2010
ROUNDUP/Aktien Frankfurt Eröffnung: Uneinheitlich – EZB und Euro im Blick

FRANKFURT (dpa-AFX) – Der deutsche Aktienmarkt hat sich am
Dienstag im frühen Handel für keine klare Richtung entscheiden können. Während
der Dax um 0,08 Prozent auf 5.480,53 Punkte fiel, stand der MDax
mittelgroßer Werte 0,11 Prozent höher bei 7.254,28 Zählern. Der TecDax
büßte 0,27 Prozent auf 769,43 Punkte ein.

Der späte Kursrutsch an den US-Börsen und der nun doch verlorene Kampf um
die 10.000 Punkte-Marke im New Yorker Leitindex Dow Jones, geben Börsianern
zufolge negative Impulse. Dem stehe die positive Wirkung eines deutlich
stabilisierten Euro gegenüber, der von Spekulationen um Hilfen für Griechenland
profitierte. Die Gemeinschaftswährung, zuletzt Belastungsfaktor für die
Aktienmärkte, kletterte zuletzt wieder über 1,37 Dollar. Neue Fundamentaldaten
sind unterdessen nicht zu erwarten, so dass die Verschuldung einzelner Staaten
der Eurozone weiter das beherrschende Thema bleiben dürfte.

Auf Unternehmensseite sorgten vor allem die Bilanzen von Unternehmen aus der
zweiten Reihe für Gesprächsstoff. So übertrafen etwa die Zahlen von Heidelberger
Druckmaschinen und Douglas Holding die Prognosen. Ein
Börsianer sagte zu HeidelDruck: “Die Zahlen sind durch die Bank besser als
erwartet.” Die Aktien setzten sich entsprechend im frühen Handel an die
MDax-Spitze und gewannen 4,01 Prozent auf 5,190 Euro hinzu. Douglas
stiegen um 3,43 Prozent auf 33,185 Euro. Die Aktien von Demag Cranes AG
bildeten mit einem Kursverlust von 2,26 Prozent auf 22,970 Euro
dagegen das MDax-Schlusslicht. Die Quartalsbilanz des Kranbauers bekam die Note
“gemischt”. Die Gewinne lägen zwar im Rahmen der Erwartungen, Umsatz und
Auftragseingang fielen dagegen etwas schwächer aus.

Finanzwerte wurden derweil von Zahlen aus dem Ausland bewegt. Bankaktien
rückten nach den Zahlen der Schweizer Großbank UBS vor.
Deutsche Bank stiegen um 1,53 Prozent auf 43,76 Euro und
Anteilsscheine der Commerzbank rückten um 0,38 Prozent auf 5,54 Euro
vor. Die UBS hatte dank ihres Sparprogramms und einer Steuergutschrift im
Schlussquartal 2009 beim Gewinn die Analystenschätzungen deutlich übertroffen.
Die Aktien selbst büßten am SMI-Ende 2,75 Prozent auf 13,77 Franken ein.

Die Kursreaktion bei Qiagen fiel ähnlich uneinheitlich wie das
Urteil über die Bilanz aus. Nach einem festeren Start gaben die Aktien zuletzt
0,36 Prozent auf 15,185 Euro nach. Während die Zahlen des TecDax-Mitgliedes für
2009 zwar gut ausgefallen seien, wertete ein Börsianer den Ausblick für 2010 als
eher enttäuschend.

Genau entgegengesetzt entwickelten sich die Freenet-Aktien :
Nachdem sie anfangs keine klare Tendenz zeigten, verteuerten sie sich zuletzt um
deutliche 2,16 Prozent auf 9,180 Euro. Ein Börsianer stufte die Eckdaten zum
Geschäftsjahr 2009 in einer ersten Reaktion als “gemischt” ein. Einige Vertreter
der zuletzt deutlich unter Druck geratenen Solarbranche konnten sich etwas
erholen. Einem Bericht der “Mitteldeutschen Zeitung” zufolge verständigte sich
der Vorstand der CDU/CSU-Bundestagsfraktion in seiner Sitzung am Montag darauf,
die Kürzung der Förderung von Solaranlagen auf Dächern erst zum 1. Juni
vorzunehmen, dann aber um 16 statt um wie bisher geplant 15 Prozent. Eine Studie
der Citigroup sorgte ebenfalls für Kursbewegungen./rum/fat


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