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18:18 | 14.01.2011
ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Dax macht bis Handelsschluss Verluste wett

FRANKFURT (dpa-AFX) – Der Dax hat am Freitag seine Verluste im
Handelsverlauf wettgemacht. Laut Börsianern stützten positiv aufgenommene
Geschäftsberichte von Intel und JPMorgan
sowie die moderat freundlichen US-Börsen. Allerdings habe die erneut
gestraffte chinesische Geldpolitik etwas gebremst.

Zum Schluss stand der deutsche Leitindex minimale 0,01 Prozent im Plus bei
7.075,70 Punkten und damit nur 12 Punkte unter seinem Dezember-Hoch. Auf
Wochensicht legte er um 1,84 Prozent zu. Der MDax der mittelgroßen
Werte verabschiedete sich mit einem Tagesgewinn von 0,09 Prozent bei 10.301,05
Punkten aus dem Geschäft. Lediglich der TecDax verlor 0,14 Prozent
auf 879,80 Punkte.

THYSSENKRUPP LEIDET UNTER WEGGANG VON FINANZCHEF

Die Anteilsscheine von ThyssenKrupp büßten am Dax-Ende 3,20
Prozent auf 30,700 Euro ein. Sie litten darunter, dass Finanzvorstand Alan Hippe
den Stahlkonzern Ende März auf eigenen Wunsch verlassen wird. Am Markte wurde
über einen Wechsel zum Autokonzern Daimler spekuliert, was dieser
jedoch dementierte. Die Autoaktie gewann 1,78 Prozent auf 55,950 Euro.

Der Kali- und Salzhersteller K+S rechnet wegen einer Beschädigung
der Schachtfördereinrichtung im Kaliwerk Sigmundshall mit Produktionseinbußen,
was zu Kursverluste von 1,77 Prozent auf 55,500 Euro führte.

Im MDax sorgten Übernahmegerüchte bei Kranbauer Demag Cranes für
Kursgewinne von 1,58 Prozent auf 38,500 Euro. Dass der US-Konkurrent Terex 45
Eur je Demag-Aktie bieten könnte, klinge aber wie ein “typisches
Freitags-Gerücht” meinte ein Händler. Die Amerikaner waren schon vergangenes
Jahr als Übernahmeinteressent gehandelt worden.

INTEL-ZAHLEN TREIBEN TECHNOLOGIEWERTE AN

Eine erneute Rekordbilanz des weltgrößten Chipherstellers Intel gab Aktien
aus dem Technologie-Sektor Auftrieb. Zudem überzeugte auch Intels Ausblick auf
das erste Quartal die Marktteilnehmer. Das Papier des Halbleiterkonzerns
Infineon stieg um 1,55 Prozent auf 7,340 Euro. An der TecDax-Spitze
rückten die Anteilsscheine des Schaltkreis-Herstellers Dialog Semiconductor
um 2,51 Prozent auf 18,800 Euro vor.

Dagegen ließ die überraschende Zahlenvorlage von Drägerwerk die
Aktien um 3,05 Prozent auf 61,700 Euro absacken. Der Medizin- und
Sicherheitstechnik-Hersteller hat 2010 dank hoher Nachfrage und eines
Sparprogramms zwar deutlich mehr umgesetzt und verdient als vor einem Jahr. 2011
werde das Tempo beim Umsatzwachstum allerdings nicht anhalten und der operative
Gewinn könnte sinken, warnte das Unternehmen. Einige Börsianer monierten den
Margenausblick für das laufende Jahr.

PARIS LEICHT IM PLUS – LONDON ETWAS IM MINUS

Der EuroStoxx 50 schloss 0,16 Prozent höher bei 2.920,40 Punkten. In Paris
ging es ebenfalls leicht hoch, wogegen der Londoner FTSE 100 etwas nachgab. Der
New Yorker Dow Jones Industrial präsentierte sich zum europäischen
Handelsschluss knapp im Plus.

Am Rentenmarkt stieg die durchschnittliche Rendite der börsennotierten
Bundeswertpapiere auf 2,69 (Vortag: 2,64) Prozent. Der Rentenindex Rex sank um
0,35 Prozent auf 123,49 Punkte. Der Bund Future stieg um 0,08 Prozent auf 124,74
Punkte. Der Kurs des Euro sank auf 1,3330 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank
(EZB) hatte den Referenzkurs am Nachmittag auf 1,3349 (Donnerstag: 1,3199)
Dollar festgesetzt und der Dollar damit 0,7491 (0,7576) Euro gekostet./gl/zb
— Von Gerold Löhle, dpa-AFX —


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