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22:47 | 03.02.2012
ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Fest – US-Arbeitsmarkt wird zum Hoffnungsträger

NEW YORK (dpa-AFX) – Deutlich besser als erwartete US-Konjunkturdaten haben
die Aktienbörsen in New York am Freitag weiter angetrieben. Der Dow Jones
Industrial gewann 1,23 Prozent auf 12.862,23 Punkte. Damit setzte der
weltweit bekannteste Aktienindex seine Aufwärtstrend fort und schloss so hoch
wie seit Mitte Mai 2008 nicht mehr. In der Woche stehen plus 1,59 Prozent zu
Buche, seit Jahresbeginn ist der Dow Jones um 5,28 Prozent nach oben geklettert.
Der breit gefasste S&P 500 knüpfte an seinen besten Jahresstart seit
1989 an und legte am Freitag um weitere 1,46 Prozent auf 1.344,90 Punkte zu. An
der Technologiebörse Nasdaq rückte der Composite Index um 1,61
Prozent auf 2.905,66 Punkte vor. Der Nasdaq 100 stieg um 1,34
Prozent auf 2.529,17 Punkte. Damit kletterte der Auswahlindex auf ein
Elf-Jahreshoch und hob die Latte auf 2.532,26 Punkte.

Gute Konjunkturdaten und die hohe Liquidität hielten die Kursrally weiter in
Gang, begründeten Börsianer das Plus. Vor allem der Bericht zum US-Arbeitsmarkt,
der zu Jahresbeginn überraschend deutlich an Fahrt gewonnen hatte, gab den
Börsen einen positiven Impuls. “Mit dem deutlich besser als erwarteten
Arbeitsmarkt wird das bisherige amerikanische Sorgenkind immer mehr zum
Hoffnungsträger der Märkte”, sagte Analyst Johannes Bollongino von IG Markets.
Im Januar waren außerhalb der Landwirtschaft 243.000 neue Jobs geschaffen worden
und damit rund 100.000 Stellen mehr als von Analysten erwartet. Auch der
ISM-Einkaufsmanagerindex war deutlich stärker als erwartet gestiegen.

BANK OF AMERICA FÜHREN DOW NACH OBEN

Tagessieger im Dow waren die Aktien der Bank of America
mit plus 5,23 Prozent auf 7,84 US-Dollar. Das ist der höchste Stand seit Anfang
September. Finanzwerte zählen aktuell zu den Favoriten, begründeten Händler das
Plus. American Express verteuerten sich um 2,13 Prozent.
Außerhalb des Finanzsektors legten Caterpillar um 3,27 Prozent zu.
Händlern zufolge macht der weltgrößte Baumaschinen-Hersteller nach erfolglosen
Verhandlungen mit der Gewerkschaft kanadischer Autoarbeiter ein Werk in Ontario
zu.

Schwächster Dow-Wert waren dagegen Procter & Gamble mit einem
Abschlag von 0,87 Prozent auf 62,77 Dollar. Aktien von Merck & Co
büßten 0,18 Prozent auf 38,37 Dollar ein. Die Anteile an dem
Pharmakonzern litten weiter unter der am Vortag vorgelegten Bilanz, die mit
Enttäuschung aufgenommen worden war.

MICRON VOM HANDEL AUSGESETZT

Unternehmensnachrichten waren vor dem Wochenende dünn gesät. Der
Düngemittelhersteller Mosaic will seine Produktion zurückfahren, was
eigenen Angaben zufolge aber nicht zu Stellenstreichungen und Schließungen von
Förderstätten führen soll. Die Aktien legten um 0,53 Prozent auf 57,41 Dollar
zu.

Für die Papiere von Royal Caribbean Cruises ging es sogar um 6,62
Prozent hoch, obwohl das Kreuzfahrtunternehmen nach der Havarie des
italienischen Kreuzfahrtschiffs “Costa Concordia” Buchungsrückgänge vermeldet
hatte. Micron-Aktien wurden vom Handel ausgesetzt, nachdem
Unternehmenschef Steve Appleton bei einem Flugzeugabsturz tödlich verunglückt
war. Die Titel hatten zuvor 7,95 Dollar gekostet.

Der Eurokurs verharrte im späten New Yorker Handel bei 1,3147 Dollar auf dem
Niveau vom Vorabend. Richtungweisende zehnjährige US-Staatsanleihen rutschten am
Freitag um 28/32 auf 100 20/32 Punkte ab. Ihre Rendite lag bei 1,930
Prozent./fat/he


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