22:35 | 18.12.2009
ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Freundlich – Technologie-Werte gefragt
NEW YORK (dpa-AFX) – Dank positiver Nachrichten aus dem Technologiesektor
sind die US-Börsen am Freitag mit Gewinnen aus dem Handel gegangen. Gedämpft
wurde das Kursplus jedoch durch den starken Dollar, der vor allem den sehr
international aufgestellten Unternehmen im Leitindex Dow Jones zu schaffen
machte. Grund für die Stärke des Greenback war Händlern zufolge unter anderem
ein Grenzkonflikt zwischen dem Iran und dem Irak. Angeblich sollen iranische
Soldaten einen Bohrturm im Nachbarland besetzt haben. Der Iran jedoch bestritt
dies. Darüber hinaus sorgte der große Verfallstag für Kursschwankungen am Markt.
An diesem “Hexensabbat” liefen die Futures und Optionen auf Aktien und Indizes
aus.
Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) rückte nach einer Berg-
und Talfahrt am Ende um 0,20 Prozent auf 10.328,89 Zähler vor. Auf Wochensicht
bedeutete dies aber ein Minus von 1,36 Prozent. Für den marktbreiten
S&P-500-Index ging es um 0,58 Prozent nach oben auf 1.102,39 Zähler.
An der Technologiebörse Nasdaq stieg der Composite Index um 1,45
Prozent auf 2.211,69 Punkte, der Nasdaq 100 verbesserte sich um 1,64
Prozent auf 1.807,30 Zähler.
Im Nasdaq 100 schnellten die Papiere von Research In Motion (RIM)
um 10,29 Prozent auf 69,99 Dollar in die Höhe. Der
Blackberry-Hersteller übertraf sowohl mit den Zahlen zum dritten Quartal als
auch mit seinem Ausblick die Markterwartungen deutlich.
Ebenfalls stark gefragt waren die Titel von Oracle , die
um 6,38 Prozent auf 24,34 Dollar ansprangen. Der Softwarekonzern wartete mit
einem überraschend starken Gewinn- und Umsatzanstieg auf.
Mit einem satten Aufschlag von 9,21 Prozent auf 9,01 Dollar standen die
Papiere von Take Two Interactive ebenfalls weit oben auf der
Einkaufsliste der Investoren. Der Groß-Investor Carl Icahn hatte seinen Anteil
an dem Entwickler von Videospielen auf 11,3 Prozent ausgebaut.
Etwas weniger deutlich legten die Papiere von Amgen zu.
Sie verbesserten sich um 2,24 Prozent auf 55,80 Dollar. Der Pharmakonzern und
sein Branchenkollege GlaxoSmithKline sind auf dem Weg zur EU-Zulassung für ihr
gemeinsam vermarktetes Osteoporose-Mittel Prolia (Denosumab) einen Schritt
weiter. Papiere von GlaxoSmithKline gingen in London zwar
mit einem kleinen Minus von 0,12 Prozent auf 1.295,50 Pence aus dem Handel,
schlugen sich damit aber etwas besser als der britische Leitindex FTSE 100
.
Die Aktien von Palm hingegen brachen um 13,23 Prozent
auf 10,17 Dollar ein. Der Smartphone-Hersteller wies einen höheren Verlust aus
als gedacht, da weniger Modelle des Hoffnungsträgers Palm Pre verkauft wurden
als erwartet.
Zudem erlitt Nike zwar einen Umsatz- und Gewinnrückgang,
übertraf aber dennoch die Erwartungen der Analysten. Die Titel gewannen 1,85
Prozent auf 64,42 Dollar. Besser als der Gesamtmarkt schlugen sich auch die
Papiere von Hewlett-Packard (HP) und IBM
. Sie legten um 1,86 Prozent auf 51,50 Dollar beziehungsweise um 0,40
Prozent auf 127,91 Dollar zu. Die Analysten von Macquarie Research hatten die
Bewertung der Papiere mit “Outperform” gestartet. Ihnen zufolge sind beide
Computerkonzerne gut aufgestellt, um von einem Anziehen der Unternehmensausgaben
im kommenden Jahr zu profitieren.
Gemieden wurden aber Unternehmen, deren Geschäft stark von dem wieder
festeren Greenback abhängt. So sanken die Papiere von Boeing
am Dow-Ende um 1,89 Prozent auf 53,44 Dollar. Aktien des Baumaschinenherstellers
Caterpillar verloren 0,59 Prozent auf 57,19 Dollar,
Coca-Cola-Titel fielen um 0,11 Prozent auf 56,92 Dollar.
Schließlich legten die Titel des Kreditkartenanbieters Visa
um 2,23 Prozent auf 88,97 Dollar zu. Sie rückten nach Handelsschluss
zusammen mit vier anderen Papieren in den S&P-500-Index auf. Weichen mussten
dafür etwa die Aktien des Anleiheversicherers MBIA , die
gleichwohl um 5,79 Prozent auf 3,47 Dollar hochschnellten./la/stw
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