17:04 | 23.06.2010
ROUNDUP/Aktien New York: Verluste – US-Immobiliendaten belasten
NEW YORK (dpa-AFX) – Belastet von negativen Konjunkturdaten haben die
US-Börsen am Mittwoch ihre Vortagesverluste ausgeweitet. In den USA waren die
Verkäufe neuer Häuser im Mai drastisch eingebrochen und auf einen
Rekordtiefstand gefallen. Der Wert für April wurde zudem nach unten revidiert.
Experten machen das ausgelaufene steuerliche Anreizprogramm für den Rückgang
verantwortlich. Die Zahl der Verkäufe bestehender Häuser war im Mai ebenfalls
stark gesunken.
Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) sank um 0,27 Prozent auf 10.266,01
Punkte, nachdem er am Dienstag bereits um 1,43 Prozent gefallen war. Der breiter
gefasste S&P-500-Index gab um 0,55 Prozent nach auf 1.089,27 Punkte.
An der Nasdaq ging es ebenfalls nach unten: Der Nasdaq-100-Index
büßte 0,70 Prozent auf 1.867,38 Punkte ein, der Composite-Index
notierte 0,67 Prozent niedriger bei 2.246,57 Punkten.
Im Fokus steht zudem die Sitzung der US-Notenbank, die aber nach
Einschätzung von Börsianern keine Überraschungen bringen dürfte. Es wird
erwartet, dass die Notenbanker den Leitzins zwischen 0 und 0,25 Prozent
belassen. Volkswirte verweisen vor allem auf die niedrige Inflationsrate und
eine immer noch hohe Arbeitslosigkeit. Auch der Kommentar der Währungshüter zur
Zinsentscheidung dürfte eine Fortsetzung der Nullzinspolitik signalisieren.
Mit Blick auf die Einzeltitel wurden vor allem die als besonders
konjunktursensibel geltenden Aktien verkauft. So gaben die Papiere des
Baumaschinenherstellers Caterpillar am Dow-Ende 1,89
Prozent auf 62,90 US-Dollar ab. Dahinter folgten die Anteilsscheine des
Chemiekonzerns E.I. DuPont de Nemours mit einem Minus von
1,52 Prozent auf 36,88 Dollar.
Auch von vielen Finanzwerten trennten sich die Anleger. Die Papiere des
Kreditkartenanbieters American Express etwa büßten 1,26
Prozent auf 41,41 Dollar ein und die der Bank of America
1,03 Prozent auf 15,41 Dollar. Für Anteilsscheine von JPMorgan
gaben Anleger 0,57 Prozent weniger aus.
Gefragt aber waren die als eher defensiv eingestuften Papiere von
Unternehmen aus der Telekommunikationsbranche. Insofern stiegen die Aktien von
Verizon Communications als Favorit im Leitindex um 1,27
Prozent auf 29,43 Dollar. Titel von AT&T rückten um 0,71
Prozent vor.
Derweil geht der Streit um Tiefseebohrungen offenbar weiter. Zwar hatte ein
US-Richter in einem Urteil das Verbot der Regierung in Washington für Bohrungen
dieser Art im Golf von Mexiko aufgehoben, doch angeblich arbeitet das
Innenministerium schon an einem neuen Moratorium. Somit verbuchten Titel von
Halliburton , ConocoPhillips , Chevron
Corp. Abschläge zwischen 0,08 und 0,86 Prozent. Diese Titel
hatten am Dienstag allesamt deutliche Verluste hinnehmen müssen./la/wiz
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