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9:34 | 19.04.2012
ROUNDUP/’Forbes’-Liste: ExxonMobil ist Spitzenverdiener 2011

NEW YORK (dpa-AFX) – Diese Rangliste dürften den Autofahrern die Tränen in
die Augen treiben: Das US-Magazin “Forbes” hat die Geschäftszahlen der 2000
größten Unternehmen zusammengetragen, und wenn es um den Gewinn im vergangenen
Jahr geht, dann liest sich die Aufstellung wie das “Who is Who” der Ölmultis.
Diese haben 2011 dank der gestiegenen Spritpreise unglaublich gut verdient.

Spitzenreiter ist der US-Konzern ExxonMobil , der
Betreiber der Esso-Tankstellen, mit einem Gewinn von unterm Strich 41,1
Milliarden Dollar oder umgerechnet 31,2 Milliarden Euro. Es folgen die russische
Gazprom (31,7 Milliarden Dollar), die
britisch-niederländische Royal Dutch Shell (30,9
Milliarden), die US-amerikanische Chevron (26,9 Milliarden Dollar)
sowie die britische BP (25,7 Milliarden Dollar).

Das einzige Nicht-Ölunternehmen, das diese Rangfolge durchbricht, ist Apple
. Der kalifornische Elektronikkonzern landet auf dem zweiten
Platz mit einem Gewinn von 33,0 Milliarden Dollar. Vor allem zu Weihnachten
hatten sich das iPhone-Handy, der Tabletcomputer iPad und die Mac-Rechner
glänzend verkauft. Der Erzrivale Microsoft mit seiner
Windows- und Office-Software scheffelte 23,5 Milliarden Dollar.

Kaum schlechter steht Volkswagen da mit einem Gewinn von
umgerechnet 21,5 Milliarden Dollar. Damit ist VW das bestverdienende deutsche
Unternehmen überhaupt. Der Autoriese hatte seine Verkäufe im vergangenen Jahr
kräftig steigern können auf 8,3 Millionen Fahrzeuge. Bis 2018 wollen die
Wolfsburger der größte Autobauer der Welt werden und den US-Rivalen General
Motors vom Thron stoßen. In Sachen Gewinn ist das schon geglückt:
Opel-Mutter GM kam auf 9,2 Milliarden Dollar.

Aus Deutschland folgen unter den Spitzenverdienern der Industriekonzern
Siemens (8,2 Milliarden Dollar), der Chemiespezialist BASF
(8,0 Milliarden Dollar) sowie die Autobauer Daimler (7,3 Milliarden
Dollar) und BMW (6,8 Milliarden Dollar) noch vor der Deutschen Bank
(5,4 Milliarden Dollar).

Insgesamt wird die Rangliste der 2000 größten Unternehmen aber von
US-amerikanischen und japanischen Konzernen dominiert. Jedoch rücken auch immer
mehr chinesische Firmen auf. Spitzenverdiener aus dem Reich der Mitte war im
vergangenen Jahr die Bank ICBC mit einem Gewinn von 25,1 Milliarden Dollar,
gefolgt von – wie könnte es anders sein – dem staatlichen Ölmulti PetroChina mit
20,6 Milliarden Dollar.

Die ursprüngliche “Forbes”-Rangliste fällt übrigens etwas anders aus: In die
Wertung der sogenannten größten Unternehmen fließen neben dem Gewinn auch der
Umsatz, die Vermögenswerte und der Börsenwert ein. Das führt dazu, dass sehr
viele Banken vorne landen. Aber auch hier setzte sich der Ölmulti ExxonMobil im
vergangenen Jahr durch, und verdrängte Vorjahressieger JPMorgan
Chase auf Platz zwei./das/DP/stk


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