6:59 | 14.04.2011
ROUNDUP/Lokführerstreik: Behinderungen für Bahnreisende
BERLIN (dpa-AFX) – Wegen eines 48-stündigen Streiks der Lokführer kommt es
bei den Konkurrenzunternehmen der Deutschen Bahn bundesweit zu Behinderungen im
regionalen Zugverkehr. Wie Bahnbetreiber und die Lokführergewerkschaft GDL am
Donnerstagmorgen mitteilten, muss mit Verspätungen und Zugausfällen gerechnet
werden.
Die GDL hatte ihre Mitglieder ab 2.00 Uhr in der Nacht zum Streik
aufgerufen. Vom Arbeitskampf betroffen sind bundesweit 20 regionale Anbieter -
darunter die großen fünf Bahn-Wettbewerber Abellio, Netinera, Benex, Veolia und
Hessische Landesbahn.
Auch rund um Berlin musste mit Verspätungen und gestrichenen Verbindungen
gerechnet werden. Wie der GDL-Vorsitzende von Berlin-Sachsen-Brandenburg, Frank
Nachtigall, am Morgen sagte, sei die Streikbeteiligung hoch.
In Nordrhein-Westfalen kam es nach GDL-Angaben auf der Strecke
Dortmund-Enschede im frühen Berufsverkehr zu ersten Zugausfällen.
In der Wetterau und im Rhein-Main-Gebiet fielen nach Angaben der Hessischen
Landesbahn ein Drittel der Züge aus. Damit waren die Auswirkungen des Streiks
zunächst aber nicht so groß wie bei den vorangegangenen Arbeitsniederlegungen.
Denn viele Beschäftigte seien dem Streikaufruf nicht gefolgt.
Im Nordosten war für Bahnreisende zunächst wenig vom Streik zu spüren. Nach
ersten Angaben wurden weder die Ostseebahn Verkehr GmbH (OLA) noch die
Ostdeutsche Eisenbahngesellschaft (ODEG) mbH davon betroffen.
Neben Einkommensverbesserungen kämpft die GDL für einen bundesweiten
Rahmentarifvertrag, der allen 26.000 Lokführern in Deutschland ähnliche
Tarifstandards wie bei der DB sichert./fi/DP/tw
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