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11:25 | 31.05.2011
ROUNDUP/Medien: EADS-Tochter soll Saudi Arabien bestochen haben

LONDON (dpa-AFX) – Eine britische Einheit des Luftfahrt- und
Rüstungskonzerns EADS steht Medienberichten zufolge unter
Verdacht, Schmiergeld nach Saudi Arabien gezahlt haben. Die Londoner
Betrugsbekämpfungsbehörde SFO habe eine Untersuchung gestartet, berichteten
mehrere britische Medien am Dienstag. Dabei gehe es um einen 2 Milliarden Pfund
(2,3 Milliarden Euro) schweren Auftrag über die Bereitstellung von
Kommunikationsdiensten für die Leibwächter der königlichen Familie in Saudi
Arabien, hieß es in der “Financial Times (FT)”. Der Auftrag sei an die Firma GPT
Special Project Management gegangen, die über mehrere Ecken Tochter von EADS
ist.

EADS sagte dem Blatt, man habe von gewissen Anschuldigungen gehört und
untersuche diese. SFO wollte sich zu den Berichten zunächst nicht äußern. Die
Zeitung “Daily Telegraph” zitierte jedoch eine nicht näher genannte Quelle in
der Behörde, derzufolge eine Untersuchung im Gange ist.

Die Vorwürfe waren im Rahmen eines Arbeitsrechtsprozesses ans Tageslicht
gekommen. Ein früherer Mitarbeiter verklagte die Firma wegen unrechtmäßiger
Kündigung. Laut “Daily Telegraph” und “Sunday Times” seien dem Mann einige
Methoden, die er persönlich gesehen habe, nicht geheuer gewesen. So seien
saudischen Beamten Luxusautos, teurer Schmuck und Geld in Cash gegeben worden,
hieß es. Der Mann behaupte, er sei gekündigt worden, weil er davon gewusst habe.

Der Fall ruft Erinnerungen an Anschuldigungen gegen den britischen
Rüstungskonzern BAE Systems hervor, in Saudi-Arabien
Schmiergeld gezahlt zu haben. Unter anderem war dem Unternehmen vorgeworfen
worden, einen saudi-arabischen Prinzen geschmiert zu haben, um sich ein
Milliardenschweres Waffengeschäft zu sichern./gür /nmu/mne/wiz/DP/nmu


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