15:04 | 22.05.2011
ROUNDUP/Spiegel: Gagfah-Chef wegen Insider-Verdacht unter Druck
DRESDEN (dpa-AFX) – Der mit einer Milliardenklage der Stadt Dresden
konfrontierte Immobilienkonzern Gagfah gerät nach einem Bericht des
Nachrichtenmagazins “Der Spiegel” immer stärker unter Druck. Den Managern des
Unternehmens wird vorgeworfen, beim Verkauf von Wohnungen nicht nur die
vereinbarte Sozialcharta ignoriert zu haben, die etwa ein Vorkaufsrecht für die
Mieter vorsah. Gagfah-Chef William Brennan soll zudem beim Verkauf von Aktien im
Wert von 4,7 Millionen Euro Anfang Februar von Insiderwissen profitiert haben,
berichtet der “Spiegel” in seiner aktuellen Ausgabe. Die Gagfah bestreitet beide
Vorwürfe, hieß es.
Am Sonntag äußerte sich das Unternehmen auf Anfrage nur zu den Vorwürfen
hinsichtlich des Wohnungsverkaufs. Dresden hatte Ende März in dieser Sache Klage
eingereicht. “Die geltend gemachten Ansprüche belaufen sich auf 1,08 Milliarden
Euro. Nach Prüfung der Klagen hält die Gagfah Group die geltend gemachten
Ansprüche jedoch für missbräuchlich und unbegründet und wird sich
dementsprechend mit aller Entschiedenheit gegen die Klagen zur Wehr setzen”,
sagte Gagfah-Sprecherin Bettina Benner der Nachrichtenagentur dpa./jos/DP/he
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