13:03 | 16.03.2010
Scania kehrt teilweise zur Fünf-Tage-Woche zurück
SÖDERTÄLJE (dpa-AFX) – Der schwedische Nutzfahrzeughersteller Scania
spürt ein Anziehen der Nachfrage und steigert deshalb seine
Produktion in Schweden. Dazu werde die bis Ende Juni vereinbarte Vier-Tage-Woche
teilweise ausgesetzt, teilte die VW -Tochter am Dienstag mit.
“Die Nachfrage in Brasilien bleibt sehr hoch, aber auch in Europa sehen wir eine
Belebung”, sagte Produktionschef Anders Nielsen zur Begründung. Um die Standorte
in Südamerika zu beliefern, müsse die Komponentenfertigung in Europa
hochgefahren werden. In anderen Produktionsbereichen ruhe die Fertigung wie
vereinbart freitags weiterhin. Sollte der positive Trend anhalten, schloss
Nielsen auch für diese Bereiche eine frühzeitige Aufhebung der Vier-Tage-Woche
nicht aus.
“Es muss aber festgehalten werden, dass die Nachfrage voraussichtlich
weiterhin deutlich unter den Rekordjahren 2007 und 2008 bleiben wird”, sagte der
Manager und warnte vor verfrühtem Optimismus. Wegen des massiven
Nachfragerückgangs im Zuge der Wirtschaftskrise und des deshalb gesunkenen
Transportaufkommens hat Scania im Juni vergangenen Jahres für alle Mitarbeiter
in Schweden eine verkürzte Arbeitszeit vereinbart. Damit sollte ein Abbau der
Stammbelegschaft weitgehend vermieden werden. Die Beschäftigten in den Büros und
der Verwaltung sollen der Vereinbarung zufolge ab April zur Fünf-Tage-Woche
zurückkehren. Die deutschen Wettbewerber Daimler und MAN
griffen auf die in Deutschland staatlich gestützte Kurzarbeit
zurück./dct/stw/wiz
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