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18:45 | 16.09.2009
Schavan weist Vorwürfe wegen Atomgutachten zurück

BERLIN (dpa-AFX) – Bundesforschungsministerin Annette Schavan ist Vorwürfen
entgegen getreten, sie halte eine geheime Studie zum Neubau von Atomkraftwerken
zurück. Der entsprechende Vorwurf von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD)
sei “absurd”, sagte die CDU-Politikerin der “Süddeutschen Zeitung” (Donnerstag).
Sie habe weder ein Geheimgutachten erstellen lassen noch etwas zu verbergen,
fügte sie hinzu.

Nach Berichten über ein Konzept zur künftigen Energieforschung hatte Gabriel
Schavan vorgeworfen, sie habe Gutachten in Auftrag gegeben, “die schon mal den
Neubau von Atomreaktoren untersuchen”. Offensichtlich spiele die Atomkraft in
den Planungen der Union “insgeheim eine größere Rolle als bisher immer
behauptet”.

Schavan erläuterte, die Forschungsinstitute Leopoldina, Acatech und der
Akademie der Wissenschaften hätten im Juli ein erstes Konzept erstellt, das
sechzig Seiten umfasse und die mögliche künftige Nutzung aller Energieformen
prüfe. Gerademal drei Seiten behandelten dabei die Frage, ob und wie Atomenergie
künftig genutzt werden könnte. Das endgültige Gutachten werde zudem erst im
Frühjahr 2010 vorliegen. “Angesichts dessen ist es absurd zu behaupten, mein
Ministerium habe den Auftrag erteilt, eine Studie über den Neubau von
Atomkraftwerken zu erstellen”, sagte Schavan./rh/DP/gr


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