9:18 | 29.10.2010
Sony hebt Gewinnprognose an – Etwas pessimistischer beim Umsatz
TOKIO (dpa-AFX) – Der japanische Elektronikkonzern Sony
hat in den vergangenen drei Monaten trotz des starken Yen mehr umgesetzt und
verdient. Nach dem “positiven zweiten Quartal” des Geschäftsjahres erhöhte der
Konzern die Prognosen für den Gewinn erneut. Der operative Gewinn soll sich im
Geschäftsjahr 2010/2011 (Ende März) jetzt mehr als versechsfachen und auf 200
Milliarden Yen (rund 1,8 Mrd Euro) klettern. Bislang war Sony von 20 Milliarden
Yen weniger ausgegangen.
Wegen des nach wie vor starken Yen und des weiterhin schwierigen Umfelds ist
Sony beim Umsatz allerdings etwas pessimistischer als zuletzt. Der Erlös soll
nur noch um drei Prozent auf 7,4 Billionen Yen (66,1 Mrd Euro) zulegen – bisher
war ein Anstieg von mehr als fünf Prozent in Aussicht gestellt worden.
Im zweiten Quartal konnte Sony den positiven Trend des ersten Quartals
fortsetzen. Der Umsatz legte um 4,3 Prozent – und damit etwas stärker als
zuletzt – auf 1,73 Billionen Yen zu. Beim operativen Gewinn stehen 68,7
Milliarden Yen in den Büchern und damit etwas mehr als im Vorquartal. Im
Vorjahresabschnitt steckte das Unternehmen noch tief in den roten Zahlen.
In der Zeit zwischen Juli und September machte unter anderem das
Computergeschäft (”Vaio”) den Japanern Freude. Auch die Spielesparte, in der
Sony das Geschäft mit der Playstation (”PS3″,”PSP”) betreibt, konnte insgesamt
glänzen. Die Erlöse gingen zwar zurück, dafür ist etwa die PS3 seit ihrer
Generalüberholung (”Slim”) günstiger in der Produktion und der Absatz von
Spielen hat sich mit der nun größeren Hardwarebasis erhöht.
Im Musikgeschäft kämpft Sony im Zeitalter der boomenden Downloads wie seine
Wettbewerber auch mit dem schrumpfenden Markt für Musik-CDs. Beim
Fernsehgeschäft (”Bravia”) machte sich der schwächelnde, aber wichtige US-Markt
negativ bemerkbar – nicht nur aber auch wegen des für den Konzern ungünstigen
Wechselkurses zum US-Dollar./stb/zb/wiz
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