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13:46 | 08.09.2008
Spekulation über mögliche OPEC-Förderkürzung treibt Ölpreise in die Höhe

NEW YORK/LONDON/WIEN (dpa-AFX) – Spekulationen über eine mögliche
Förderkürzung der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) haben die
Ölpreise am Montag etwas in die Höhe getrieben. Ein Barrel (159 Liter) der
US-Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) mit Auslieferung im Oktober
kostete am frühen Nachmittag 107,58 US-Dollar damit 1,35 Dollar mehr als am
Freitag. Der Preis für ein Fass der Nordseesorte Brent erhöhte sich um 1,12
Dollar auf 105,21 Dollar.

Die Ölpreise erholten sich ausgehend von ihrem Fünf-Monats-Tief vom Freitag
aus Sicht von Händlern auch wegen der Sorge von möglichen Produktionsstörungen
an der Golfküste durch den Wirbelsturm Ike. Am Freitag war der US-Ölpreis bis an
die Marke von 105 Dollar gesunken. Grund für den Rückgang war die Erwartung
einer geringeren Nachfrage im Zuge der globalen Wachstumsschwäche.

Nach Einschätzung des iranischen Ölministers Gholamhossein Nozari ist der
Rohölmarkt überversorgt. “Selbstverständlich ist der Markt überversorgt”, sagte
Nozori am Montag in Wien. Die OPEC wird am Dienstag in Wien über ihre offizielle
Förderquote beraten. Experten gehen überwiegend nicht davon aus, dass die Quote
des Öl-Kartells verändert wird. Zwar sprächen die in den vergangenen Wochen
deutlich gesunkenen Ölpreise prinzipiell für eine Kürzung. Allerdings liege die
tatsächliche Förderung der OPEC derzeit deutlich über der vereinbarten Menge,
weswegen eine Förderkürzung wenig glaubhaft wäre, hieß es.

Der Preis für Rohöl der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) ist
weiter gesunken. Ein Barrel habe am Freitag 101,21 Dollar gekostet, teilte das
OPEC-Sekretariat am Montag in Wien mit. Das waren 2,43 Dollar weniger als am
Donnerstag. Die OPEC berechnet ihren täglichen Durchschnittspreis auf der Basis
von 13 wichtigen Sorten des Kartells./jha/bf


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