10:20 | 11.12.2008
Stahlkonzern Posco verdoppelt trotz Wirtschaftskrise seine Investitionen
SEOUL (dpa-AFX) – Trotz des weltweiten Wirtschaftsabschwungs will der
südkoreanische Stahlkonzern Posco seine Inlands-Investitionen im kommenden Jahr
nahezu verdoppeln. Während Konkurrenten angesichts der schlechten Aussichten
ihre Ausgaben radikal zurückfahren, kündigten die Südkoreaner am Donnerstag in
Seoul an, die Rekordsumme von 4,3 Milliarden Dollar ins eigene Land stecken zu
wollen. Die Investitionen seien langfristig angelegt und sollten sich in drei
bis vier Jahren auszahlen, sagte eine Sprecherin. Das Unternehmen wolle sich
antizyklisch verhalten und die Voraussetzungen dafür schaffen, bei einer
Erholung der Wirtschaft Marktanteile zu gewinnen.
Zu den Investitionen gehört der Bau von zwei neuen Werken. Damit könnte der
derzeit viertgrößte Stahlproduzent zur weltweiten Nummer zwei werden. “Posco war
schon immer ein aggressiver Investor, wenn der Markt sich abschwächte”, sagte
Analyst Cho In-je von KB Investment & Securities. “Das könnte sich auch dieses
Mal wieder auszahlen.” Die Aktien, deren Wert sich seit dem Rekordstand im
Oktober 2007 halbiert hat, verloren am Donnerstag in Seoul allerdings 0,25
Prozent, während der Gesamtmarkt um 0,75 Prozent zulegte.
Posco ist der einzige der großen Stahlproduzenten, der seine Kapazitäten
ausbaut. 70 Prozent der Umsätze macht Posco im eigenen Land, etwa mit den
zahlreichen Werften. In diesem Jahr will das Unternehmen insgesamt 33,5
Millionen Tonnen Stahl produzieren./FX/RX/nl/das
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