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23:37 | 10.11.2008
Starbucks nur knapp über Verlustzone – Konzernumbau belastet schwer

Seattle (dpa-AFX) – Die weltgrößte Kaffeehauskette Starbucks
ist wegen ihres Konzernumbaus im vergangenen Quartal nur knapp an den
roten Zahlen vorbeigeschrammt. Der US-Konzern erzielte in seinem vierten
Geschäftsquartal unter dem Strich einen kleinen Überschuss von 5,4 Millionen
Dollar nach noch knapp 159 Millionen Dollar Gewinn ein Jahr zuvor. Der Umsatz
wuchs nur dank des internationalen Geschäfts um gut drei Prozent auf 2,52
Milliarden Dollar (2,0 Mrd Euro), wie Starbucks am Montag nach US-Börsenschluss
mitteilte.

Den Konzern belasteten im Schlussquartal Kosten für den Stellenabbau und die
Schließung von Filialen in Höhe von rund 100 Millionen Dollar. Im US-Geschäft
fielen die Umsätze. Im gesamten vergangenen Geschäftsjahr (28.9.) brach der
Gewinn um 53 Prozent auf 316 Millionen Dollar ein. Der Umsatz stieg um zehn
Prozent auf 10,38 Milliarden Dollar. Im dritten Quartal war Starbucks in die
roten Zahlen gerutscht.

Die Kaffeehauskette war wegen sinkender Gewinne und einer zu schnellen
Expansion vor einigen Monaten massiv auf die Bremse getreten. Im Geschäftsjahr
2009 will der Konzern die Zahl seiner US- Filialen nun unter dem Strich um 20
Geschäfte verringern. Weltweit sollen netto 700 neue Läden hinzukommen, wobei
das Wachstum in Westeuropa langsamer ausfallen soll als bisher geplant.

Mit seinen Quartalszahlen verfehlte Starbucks die Schätzungen der Experten.
Vor Sonderposten verdiente die Kaffeehauskette 0,10 Dollar, die Analysten hatten
mit 0,13 US-Dollar gerechnet.

Die Aktie fiel in einer ersten nachbörslichen Reaktion deutlich. Im
Tagesverlauf hatte sie zuvor bereits 3,3 Prozent auf 10,20 Dollar./fd/DP/wiz


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