15:04 | 24.07.2011
Telekom soll bei Abrechnungen betrogen haben
BONN (dpa-AFX) – Die Deutsche Telekom soll laut “Spiegel”
Verbraucher und Kunden mit doppelten Abrechnungen betrogen haben. Eine
entsprechende Strafanzeige liege vor, bestätigte ein Sprecher der
Staatsanwaltschaft Bonn am Sonntag der dpa. Insgesamt gehe es um Beträge in
dreistelliger Millionenhöhe, berichtete das Nachrichtenmagazin. Ein Sprecher der
Telekom wies die Vorwürfe zurück.
Dem “Spiegel”-Bericht zufolge soll die Telekom Beiträge für Aufbau und
Pflege der Kundendatenbanken doppelt abgerechnet haben: Einerseits habe sie die
Kosten über die Anschlussgebühren auf die Kunden abgewälzt. Gleichzeitig habe
sie die Beiträge Wettbewerbern berechnet, die für ihr Geschäft auf die Daten der
Telekom angewiesen seien.
Erstatter der Anzeige sind dem Bericht zufolge die beiden Gründer diverser
Auskunftsdienste, die bereits mehrere Zivilverfahren gegen die Telekom
bestritten hätten. Dabei sei die Telekom zu mehr als 80 Millionen Euro an
Rückzahlungen verurteilt worden.
In dem aktuellen Fall berufen sich die Unternehmer laut “Spiegel” auf
interne Telekom-Zahlen, die der Konzern zur Überprüfung seiner Gebühren bei der
Bundesnetzagentur eingereicht habe. Sie seien nachweisbar fingiert, zitiert das
Magazin die Anzeigeerstatter./wbi/DP/he
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