17:09 | 12.04.2011
Toyota drohen in den USA die Autos auszugehen
NEW YORK (dpa-AFX) – Maue Zeiten für Autokäufer in den USA: Der japanische
Hersteller Toyota hat seine Händler in den Vereinigten
Staaten darauf vorbereitet, dass es während des Sommers zu Lieferengpässen
kommen kann. Zwar produziert der weltgrößte Autohersteller die meisten Wagen in
seinen US-Werken, doch wegen fehlender Teile aus der Heimat muss Toyota die
Produktion auch hier für ganze Tage anhalten.
“Wir wissen nicht, auf welchem Niveau die Produktion von Mai bis Juli laufen
wird”, schrieb US-Verkaufschef Bob Carter den Händlern. “Es besteht die
Möglichkeit, dass es zu merklichen Auswirkungen auf die Belieferung mit neuen
Fahrzeugen im Sommer kommen wird.” Mehrere US-Medien zitierten am Montag und
Dienstag aus dem Schreiben. Es ist eines der eindringlichsten Warnsignale, dass
die Probleme bei vielen Autoherstellern jetzt erst richtig anfangen.
Die wenigsten US-Amerikaner bestellen ihren Wagen ab Werk, sondern sie gehen
zum Händler und nehmen ihren neuen Pickup-Truck oder ihren neuen Geländewagen
gleich mit. Die Höfe stehen entsprechend voll mit Autos. Das erweist sich gerade
als Glücksfall – denn trotz erster Produktionsausfälle gibt es noch reichlich
Fahrzeuge. Kommt es jedoch weiterhin zu Stillständen in den Werken, verschiebt
sich das Problem schlicht auf den Sommer.
Anderen japanischen Herstellern wie Honda oder Nissan
drohen die gleichen Probleme. Selbst die US-Autobauer sind
betroffen. So musste General Motors <8GM> zeitweise eine Pickup-Fabrik
schließen, weil Elektronikteile fehlten. Auch die deutsche Tochter Opel hielt
kurzzeitig in Eisenach und im spanischen Saragossa die Bänder an. Ford
warnte am Montag, dass der Gewinn wegen der Ausfälle leiden
könnte, wenngleich nicht im großen Maße./das/DP/chs
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