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8:55 | 06.03.2009
US-Immobilienkrise hält an: Rekordzahl an Zwangsvollstreckungen

WASHINGTON (dpa-AFX) – Die Zahl der amerikanischen Hausbesitzer, die ihren
Hypothekenzahlungen nicht mehr nachkommen können, hat eine neue Rekordhöhe
erreicht. 3,3 Prozent aller Hausbesitzer, die eine Hypothek abzahlen müssen,
befanden sich nach Angaben des US-Verbands der Hypothekenbanken (MBA) in
Washington im Dezember 2008 im Prozess der Zwangsvollstreckung. Das bedeute eine
Steigerung von 128 Prozent gegenüber dem Vergleichsmonat 2007 und eine
Rekordzahl seit der Einführung der MBA-Statistik 1972.

Die Preise der US-Immobilien waren den Angaben zufolge im vergangenen Jahr
um durchschnittlich 20 Prozent gefallen. Etwa acht Millionen Hausbesitzer in den
USA haben demnach höhere Schulden auf ihr Haus als es derzeit noch Wert hat.
Während bisher vor allem die Bundesstaaten Kalifornien, Florida, Nevada, Arizona
and Michigan von der Immobilienkrise betroffen gewesen seien, gebe es nun auch
zunehmend mehr Zwangsvollstreckungen in den Staaten Louisiana, New York,
Georgia, Texas and Mississippi.

Präsident Barack Obama hatte am Mittwoch ein Programm in Höhe von 75
Milliarden Dollar (60 Milliarden Euro) aufgelegt, das Hausbesitzern helfen soll,
die von einer Zwangsvollstreckung bedroht sind. Das Programm soll US-Bürgern
eine Neu-Finanzierung ihrer Hypothek ermöglichen, bei der sie niedrigere
monatliche Zinsleistungen zu bezahlen haben.

Obama hatte mehrfach betont, dass ein Erfolg im Kampf gegen die Rezession
davon abhängen werde, wie es gelinge, die Immobilienkrise in den Griff zu
bekommen. /tr/DP/js


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