14:35 | 19.12.2010
(Wochenendwiederholung) Ford verlangt Schadenersatz von korrupten Mitarbeitern
KÖLN (dpa-AFX) – In der Korruptionsaffäre beim Autohersteller Ford
verlangt der Chef der deutschen Tochter Schadenersatz in
Millionenhöhe. Man habe eine Anwaltskanzlei zur Rückforderung des veruntreuten
Geldes beauftragt, sagte der Manager Bernhard Mattes dem Magazin “Focus”. Der
Schaden durch die betrügerischen Mitarbeiter liege im einstelligen
Millionenbereich.
Am Montag vor einer Woche hatten die Ermittler Dutzende Büros und Wohnungen
in Köln und Leverkusen durchsucht. Es ging um den Verdacht auf Bestechung,
Untreue und Betrug. Wie der “Focus” schreibt, ermittelt die Staatsanwaltschaft
gegen vier Unternehmer sowie sechs Mitarbeiter der Kölner Konzernzentrale. Bei
der Staatsanwaltschaft in Köln war zunächst niemand für eine Stellungnahme zu
erreichen.
Die verdächtigten Ford-Mitarbeiter sollen in einer Abteilung arbeiten, die
für die Auftragsvergabe beim Neu- oder Umbau von Werkshallen zuständig ist.
Neben den Produktionsstätten in Köln und Saarlouis seien auch die Ford-Werke im
rumänischen Craiova, im belgischen Genk sowie im spanischen Valencia von den
Machenschaften betroffen./kie/DP/stw
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