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19:24 | 03.02.2012
Zapatero verabschiedet sich als sozialistischer Parteichef

SEVILLA (dpa-AFX) – Der frühere Ministerpräsident José Luis Rodríguez
Zapatero hat sich nach elf Jahren als Parteichef der spanischen Sozialisten
verabschiedet. In seiner letzten Ansprache als Generalsekretär der PSOE-Partei
rechtfertigte der 51-Jährige am Freitag seinen im Mai 2010 beschlossenen harten
Sparkurs, der maßgeblich zur dramatischen Wahlniederlage der Sozialisten im
vergangenen November beigetragen hatte.

Zapatero wies auf einem Parteitag in Sevilla den Vorwurf zurück, seine
Regierung habe mit “Improvisation” auf die sich verschärfende Wirtschafts- und
Finanzkrise reagiert. Der Ex-Premier räumte ein, dass er zu spät das Ausmaß der
Krise erkannt habe. Dennoch versicherte er, die von seiner Regierung getroffenen
Sparmaßnahmen im Umfang von 10 Milliarden Euro seien unerlässlich gewesen. Nur
so habe verhindert werden können, dass die EU die Kontrolle über Spaniens
Finanzen übernehmen würde. Ohne diese Maßnahmen hätte sich Spanien in derselben
Lage wie Griechenland oder Portugal befunden, beteuerte Zapatero, der fast neun
Jahre an der Spitze der spanischen Regierung stand.

Die 956 Delegierten wählen am Samstag den Nachfolger von Zapatero an der
Spitze der PSOE. Einzige Bewerber sind der frühere Innenminister Alfredo Pérez
Rubalcaba und die ehemalige Verteidigungsministerin Carme Chacón. Der Ausgang
der Abstimmung gilt als völlig offen./pe/DP/he


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