Helaba – Marktkommentar Aktien: Deutsche Telekom, KlöCo, Deutsche Post
Deutsche Telekom
Deutsche Telekom – Die Deutsche Telekom verhandelt über eine Komplettübernahme von Clickandbuy. Derzeit hält der Konzern etwa 20% an dem Internet-Bezahldienstleister. “Wenn da nichts mehr dazwischenkommt, wird das über die Bühne gehen”, verlautete aus informierten Kreisen. (FTD S. 8) KlöCo
Die Absatzkrise in der Stahlindustrie hat Klöckner & Co 2009 tief in die Verlustzone gedrückt. Wie der Duisburger Stahlhändler am Dienstag mitteilte, lag der Verlust vor Zinsen und Steuern (Ebit) bei 178 Millionen Euro und der Nettoverlust bei 240 Millionen. Damit schnitt KlöCo schlechter ab als von Experten erwartet. Der Vorstand nannte als zusätzliche Belastung außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 42 Millionen Euro. Der Umsatz brach 2009 um rund 43 Prozent auf 3,9 Milliarden Euro ein, der Absatz um 31 Prozent auf 4,1 Millionen Tonnen. Vorstandschef Gisbert Rühl bekräftigte seine Prognose für 2010. Demnach peilt der Konzern wieder Gewinne an und Umsatzsteigerungen von über 20 Prozent. Das Firmenziel einer operativen Umsatzrendite (Ebitda-Marge) von sechs Prozent werde aber noch nicht erreicht.
Die Stahlindustrie war im Vorjahr wegen der weltweiten Konjunkturflaute in die größte Krise seit Jahrzehnten gestürzt. Vor allem die Autoindustrie und der Maschinenbau hielten sich mit Aufträgen zurück. KlöCo hatte mit einem radikalen Sparprogramm gegengesteuert. In der zweiten Jahreshälfte hellte sich allerdings die Geschäftslage wieder auf. Nach tiefroten Zahlen in den ersten beiden Quartalen schaffte der Konzern im dritten und vierten Quartal auch dank der Kostensenkungen vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) den Sprung in die Gewinnzone. (Reuters) Deutsche Post
Die Deutsche Post will im laufenden Jahr unter dem Strich mehr Geld verdienen als 2009. Das Nettoergebnis solle besser als im Vorjahr mit 644 Mio EUR ausfallen, teilte der Bonner Logistikkonzern am Dienstag bei der Präsentation der Bilanz 2009 mit. Da die Einmaleffekte “deutlich” zurückgehen sollen, werde das berichtete EBIT erheblich über dem Vorjahresniveau liegen. Außerdem erwartet die Post eine mode-rate Erholung der weltweiten Transportmengen. Das EBIT vor Einmaleffekten soll sich 2010 auf 1,6 Mrd bis 1,9 Mrd EUR belaufen. Dabei sollen die beiden Sparten DHL und Brief erstmals ungefähr zu gleichen Teilen zu diesem Ergebnis beitragen. Das bereinigte EBIT in der Sparte Brief wird zwischen 1,0 Mrd und 1,2 Mrd EUR gesehen, das bereinigte EBIT von DHL zwischen 1,0 Mrd und 1,1 Mrd EUR. Der Aufwand für die Zentralbereiche soll rund 400 Mio EUR betragen. (Dow Jones)