Helaba – Marktkommentar Aktien: Deutsche Telekom, Stada, Pfleiderer
Deutsche Telekom
Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle will das Drohpotenzial der Bundesnetzagentur gegenüber der Deutschen Telekom stärken. Die Regulierungsbehörde soll künftig auch die Abspaltung des Netzbetriebs anordnen können, falls sich andauernde Wettbewerbsprobleme oder Marktversagen nicht anders beheben lassen. Dies sieht ein Eckpunktepapier des Ministeriums vor. (FTD S. 6) Stada
Stada-Chef Hartmut Retzlaff hat zuletzt genau beobachtet, was in Ulm – am Stammsitz des Konkurrenten Ratiopharm – geschieht. Jetzt hat er Klarheit: Der israelische Konzern Teva übernimmt den Hersteller von Nachahmermedikamenten für 3,6 Mrd. Euro. Und für Retzlaff könnte es bald ungemütlich werden. Denn die beiden unterlegenen Bieter Pfizer und Actavis könnten nun den Generikaanbieter aus Bad Vilbel ins Visier nehmen. Börsianer halten das für ein realistisches Szenario. Die Stada-Aktie stieg am Donnerstag in der Spitze um 2,5 Prozent, schloss dann jedoch mit einem Minus von ein Prozent. (FTD.de) Pfleiderer
Das Holzverarbeitungsunternehmen Pfleiderer hat das abgelaufene Geschäftsjahr 2009 mit tiefroten Zahlen abgeschlossen. Nach Ergebnisanteilen anderer Gesellschafter und der Hybridkapitalgeber sei ein Verlust in Höhe von 69,8 Millionen Euro verbucht worden, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Im Jahr zuvor hatte Pfleiderer noch einen Gewinn von 5,8 Millionen Euro erwirtschaftet. Das verwässerte und unverwässerte Ergebnis je Aktie aus fortzuführenden Aktivitäten belief sich damit im Berichtsjahr auf minus 1,42 Euro nach 0,24 Euro vor einem Jahr. (boersego.de)