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11:39 | 18.01.2012
Breaking News: Commerzbank
Nach einem Bericht der Zeitung „Die Welt“ fällt die Kapitallücke der Commerzbank größer aus als zunächst gedacht. Das Kreditinstitut rechnet dem Bericht zufolge mit einem Kapitalbedarf von mindestens 6 Mrd. Euro. Im Rahmen des Stresstests hatte die Europäische Bankenaufsicht EBA der Commerzbank unter der Annahme einer Verschärfung der Schuldenkrise eine Kapitallücke von 5,3 Mrd. Euro bescheinigt. Die Ratingagentur Moody’s prüft die Bonitätseinstufung der Commerzbank auf eine mögliche Abstufung. Hintergrund ist die unsichere Zukunft der Tochter Eurohypo. Moody’s senkte das so genannte Standalone-Finanzstärkerating der Bank auf „D+“ (alt: „C-“). Es handelt sich dabei um eine Bewertung ohne die Einbeziehung von Staatshilfen. Ferner überprüft Moody’s die Einstufung der vorrangigen Schulden (aktuell: „A2“) auf eine mögliche Abstufung. Das Finanzstärke-Rating der Eurohypo senkte Moody’s auf „E+“ („D-“). Die Agentur geht davon aus, dass die Eurohypo wahrscheinlich noch für einen längeren Zeitraum Unterstützung benötige. Im Falle einer weiteren Verschärfung der Schuldenkrise in der Eurozone könnte der Immobilien- und Staatsfinanzierer dies auf einer Standalone-Basis möglicherweise nicht überstehen, hieß es. Die Bank will laut der „FTD“ die rentablen Teile ihrer Tochter Eurohypo integrieren und das übrige Geschäft einstellen. Pläne, die Eurohypo in eine staatliche Abwicklungsbank abzuschieben, seien kein Thema mehr, so die Nachrichtenagentur Reuters. Politiker der Koalitionsparteien bestätigten dies der Zeitung gegenüber. Für die Commerzbank wird es damit allerdings schwieriger, die Auflagen der EU-Bankenaufsicht EBA zu erfüllen. |
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