Commerzbank
Die Commerzbank hat erstmals einen Weg zum Ausstieg des Staates aufgezeigt. Der Bund könne Teile seiner 16,4 Mrd EUR schweren stillen Einlage in Aktien umwandeln und diese dann an Investoren weiterreichen, heißt es in der Einladung zur Hauptversammlung der Bank. (FTD S. 15) Lufthansa
Die Fluggesellschaft Lufthansa will im Tarifkonflikt Zeit schinden. Der Vorstand schlägt eine längere Verhandlungszeit bis Ende des Jahres vor und will Schlichter einbinden. (FTD S. 3) Hauck & Aufhäuser
Nach ihrer Beteiligung an der Cazenove AG hält Hauck&Aufhäuser nach weiteren Zukäufen Ausschau. Im laufenden Jahr prüfe die Bank Opportunitäten zur Abrundung ihres Geschäftsmodells, erklärt Michael Schramm, persönlich haftender Gesellschafter. (Börsen-Zeitung S. 4) MAN
Der Nutzfahrzeug- und Dieselmotorenhersteller MAN hat seine Wachstumsziele für das laufende Geschäftsjahr bekräftigt. Für die größte Sparte Nutzfahrzeuge rechne er mit Geschäften auf dem derzeitigen Niveau, sagte MAN-Vorstandschef Georg Pachta-Reyhofen in einer am Mittwochabend im Internet vorab veröffentlichten Mittei-lung zur Hauptversammlung an diesem Donnerstag. Für die Sparte Diesel und Turbo sei ein moderater Umsatzrückgang zu erwarten. Zudem bekräftigte er, der Dax-Konzern wolle an seinem Sparkurs festhalten.2009 hatte die wegbrechende Nach-frage den Münchnern die Bilanz verhagelt. Der Umsatz schrumpfte um 20 Prozent auf 12 Milliarden Euro. Die Sparte Nutzfahrzeuge verbuchte einen operativen Verlust von 91 Millionen Euro, nach 1,062 Milliarden Euro Gewinn 2008. (dpa-AFX) Daimler
Nach jahrelangen Ermittlungen der US-Justiz und der amerikanischen Börsenaufsicht muss sich der Autobauer Daimler heute (Donnerstag) wegen Korruptionsvorwürfen vor Gericht verantworten. Das US-Justizministerium beschuldigt Daimler, zwischen 1998 und 2008 in mindestens 22 Ländern Amtsträger bestochen zu haben, um sich Aufträge zu sichern. Der Autobauer soll damit gegen Anti-Korruptions-Gesetze verstoßen haben. Der Prozess vor einem Gericht in Washington könnte mit einem Vergleich abgeschlossen werden. Daimler hat einer mit der Situation vertrauten Person zufolge die Zahlung von 185 Millionen Dollar angeboten, um das Verfahren zu beenden. Mit einer Entscheidung des Gerichts wird am späten Abend europäischer Zeit gerechnet. In Deutschland haben zuletzt zahlreiche Korruptionsfälle, wie beim Technologieriesen Siemens, beim Lastwagen- und Maschinenbauer MAN sowie bei BASF für Aufsehen gesorgt. (Reuters)