DEUTSCHE AKTIEN

8:27 | 05.08.2009
Helaba – Marktkommentar Aktien: Daimler, Deutsche Börse, Henkel, adidas

Daimler : Chrysler-Gläubiger wollen den Stuttgarter Autobauer Daimler wegen seines Ausstiegs aus der Partnerschaft mit dem US-Autokonzern verklagen. Der Verkauf von Daimlers Anteilen an die Investmentgesellschaft Cerberus habe sie um den größten Teil ihres investierten Vermögens beraubt, hieß es in dem Antrag auf die Zulassung einer Klage, den die Gläubiger-Gruppe bereits am Montag beim zuständigen Konkursgericht in New York einreichte. Richter Arthur Gonzalez setzte für den 13. August eine Anhörung der Gläubiger an. (derstandard.at)

Deutsche Börse : Der Börsenbetreiber hat im zweiten Quartal einen stärkeren Gewinnrückgang verbucht als erwartet. Der operative Gewinn (Ebita) sank um 34 Prozent auf 248,8 Millionen Euro, wie der Mutterkonzern der Terminbörse Eurex sowie des Abwicklers Clearstream am Dienstagabend mitteilte. Der Umsatz schrumpfte um zwölf Prozent auf 515,6 Millionen Euro. Analysten hatten im Schnitt mit einem Ebita von 281 Millionen Euro und einem Umsatz von 537 Millionen Euro gerechnet. Zu schaffen macht den Börsenbetreibern weltweit vor allem das stark gesunkene Handelsaufkommen bei Aktien und Derivaten. Der Konzern bekräftigte seine Kostenprognose. Über eine Wiederaufnahme des Aktienrückkaufprogrammes sei nicht entschieden worden, hieß es. (REUTERS)

Henkel : Der Konsumgüterkonzern bekommt die Folgen der Wirtschaftskrise weiter zu spüren. Im zweiten Quartal verlangsamte sich die zu Jahresbeginn begonnene Talfahrt aber. Der Umsatz sei von April bis Juni um fünf Prozent auf 3,485 Milliarden Euro gesunken, teilte der Hersteller von Persil und Pritt am Mittwoch in Düsseldorf mit. Der um Einmaleffekte und Restrukturierungsaufwendungen bereinigte operative Gewinn (Ebit) sank auf 308 (372) Millionen Euro. Der Quartalsüberschuss nach Anteilen Dritter stieg indes deutlich auf 143 (38) Millionen Euro. Im Vorjahr war er durch Kosten für ein Sparprogramm belastet worden. Henkel übertraf mit den Zahlen die Erwartungen des Marktes. Von Reuters befragte Analysten hatten mit einem Umsatz von 3,422 Milliarden Euro, einem bereinigten Ebit von 266 Millionen Euro und einem Gewinn von 134 Millionen Euro gerechnet. Eine konkrete Prognose für das Gesamtjahr wagt Henkel weiter nicht. Der Konzern erwartet aber, dass sich in seinem Konsumentengeschäft im dritten Quartal die positive Entwicklung fortsetzt. Für die Technologiesparte rechnet der Konzern mit einer ähnlichen oder leicht bessern Entwicklung als im zweiten Quartal. (REU-TERS)

adidas : Der Sportartikel-Hersteller hat im zweiten Quartal erneut die Konsumflaute zu spüren bekommen. Der Konzerngewinn brach auf neun Millionen Euro ein von 116 Millionen im Jahr zuvor, wie der Branchenzweite nach US-Marktführer Nike am Mittwoch mitteilte. Von Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt aber mit einem Verlust von fünf Millionen Euro gerechnet. Der Umsatz lag mit 2,45 Milliarden Euro leicht über den Markterwartungen. Im zweiten Halbjahr rechnet der Konzern aus dem fränkischen Herzogenaurach mit einer deutlichen Besserung beim Gewinn, allerdings noch unter den Wertes des Vorjahres. Adidas erwartet vor allem eine niedrigere Marge. Der Umsatz dürfte im Gesamtjahr wäh-rungsbereinigt um einen niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentsatz fallen. (REUTERS)


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