ENBW
Hans-Peter Villis, Konzernchef des Energieversorgers EnBW, vollzieht eine persönliche Kehrtwende. Der ehemalige Befürworter von Kernenergie forciert nun den beschleunigten Ausstieg aus der Kernkraft und fordert mehr Investitionsanreize für alternative Energiequellen wie Windparks auf dem offenen Meer. (Handelsblatt S. 1) Rosenthal
Der fränkische Porzellanhersteller Rosenthal flüchtet angesichts der schwachen Nachfrage nach hochwertigem Porzellan ins Massengeschäft. Rosenthal bringt unter der Marke Arthur Krupp eine günstigere Serie heraus, die etwa an Kantinen, Restaurants und kleine Hotels verkauft werden soll. (FTD S. 6) Siemens
Rivale ABB hat in Q1 den Überschuss um 41 Prozent auf 655 Mio Dollar gesteigert. Der Umsatz kletterte um ein Fünftel auf 8,4 Mrd Dollar. (Reuters) Subventionen
Bei den Wirtschaftsverbänden wächst das Unbehagen gegenüber Subventionen für einzelne Unternehmen. Bestehende Subventionen müssten generell zeitlich befristet und die Anträge einfacher gestaltet werden, fordert Martin Wansleben, DIHK-Hauptgeschäftsführer. (Handelsblatt S. 11) Atomausstieg
Der Präsident des Umweltbundesamts, Jochen Flasbarth, sieht in einem schnellen Ausstieg aus der Kernenergie keinen Schaden für den Klimaschutz. Es werde derzeit zwar etwas mehr Kohle verbrannt. Die zusätzlichen Emissionen aus deutschen Kohlekraftwerken würden aber durch den Emissionshandel automatisch anderswo ausgeglichen, sagte Flasbarth. (FTD S. 1) Banken
Hessens Wirtschaftsminister Dieter Posch fordert von der Bundesregierung ein stärkeres Eintreten für die Interessen des deutschen Finanzplatzes. In der europäischen Bankenaufsicht EBA sollte zukünftig nicht weiter gelten, dass Grundsatzfragen wie der Rahmen für den Stresstest für Banken mit einfacher Mehrheit getroffen werden. (Handelsblatt S. 32) Banken
Der oberste Bankenaufseher der Bundesbank, Franz-Christoph Zeitler, hält die neuen Prüfungen der Banken für sehr anspruchsvoll. Es seien härtere Tests als in Amerika, sagte er in einem Interview. Eine Umschuldung Griechenlands bleibt für ihn weiter tabu. (FAZ S. 12)