DEUTSCHE AKTIEN

8:38 | 29.06.2009
Helaba – Marktkommentar Aktien: Volkswagen/Porsche, Salzgitter, Commerzbank, E.ON, Merck & Co., Puma

Volkswagen/ Porsche : Der Machtkampf zwischen VW und seinem stark verschuldeten Großaktionär Porsche über die Zukunft der beiden Autobauer spitzt sich immer weiter zu: VW fordert laut „Der Spiegel“, dass Porsche heute, Montag, ein Rettungsangebot annimmt. Demnach soll VW der Porsche Holding für drei bis vier Milliarden Euro einen 49-Prozent-Anteil an der Porsche AG abkaufen. In einem zweiten Schritt würde das Emirat Katar VW-Aktienoptionen übernehmen, die von der Porsche Holding gehalten werden. Zum Schluss müssten die Unternehmen dann fusionie-ren. (nachrichten.at)

Salzgitter : Der Stahlkonzern ist angesichts schwacher Geschäfte von seiner ursprünglichen Prognose eines ausgeglichenen Ergebnisses im laufenden Jahr abgerückt. „Es wird schwierig, im laufenden Jahr ein ausgeglichenes Ergebnis zu erreichen“, sagte der Chef von Deutschlands zweitgrösstem Stahlproduzenten, Wolfgang Leese, der Wirtschaftszeitung „Euro am Sonntag“. „Ich glaube, dass wir eher leicht darunter liegen werden.“ Noch im Mai hatte der Konzern seine Prognose bestätigt, 2009 bei einer Belebung des Stahlmarktes in etwa ein ausgeglichenes Vorsteuer-ergebnis zu erreichen. (boerse-express.com)

Commerzbank : Commerzbank-CEO Blessing hat vor zu hohen Erwartungen für das Abschneiden seines Instituts im zweiten Quartal gewarnt. Zwar hätten sich die Märkte im Mai beruhigt, sagte er gegenüber dem “Handelsblatt” (Montagsausgabe). Im Juni seien aber auch neuerliche Rückschläge zu verzeichnen gewesen. “Operativ ist die Entwicklung der Geschäftsbereiche im zweiten Quartal sehr unterschiedlich verlau-fen”, so Blessing. Der CEO gibt sich damit noch weitaus zurückhaltender als viele Mitbewerber. Nicht zuletzt hatte sich die Deutsche Bank mehrfach sehr positiv über den Verlauf des zweiten Quartals 2009 geäußert. (Dow Jones)

E.ON : Wegen unerlaubter Marktabsprachen droht dem Stromriesen nach Informationen des Nachrichtenmagazins “Spiegel” eine drastische Geldbuße der EU-Kommission. Das hätten Mitglieder der Kommission Topmanagern des Konzerns bei Gesprächen in Brüssel angekündigt, schreibt das Magazin. Wie hoch die Strafe jedoch ausfallen werde, sei offen. Ein Sprecher von E.ON Ruhrgas wies am Sams-tag den Vorwurf etwaiger Marktabsprachen zwischen dem deutschen Konzern und der französischen Gesellschaft Gaz de France zurück. (dpa-AFX)

Merck & Co. : Der US-Pharmakonzern steht einem Zeitungsbericht zufolge kurz vor einem Ab-schluss der Verhandlungen über die Zukunft des lukrativen Tiermedizingeschäfts. Das Unternehmen, das im März die Übernahme des Konkurrenten Schering-Plough für 41 Milliarden US-Dollar angekündigt hatte, prüfe dabei auch den Ver-kauf von diversen Sparten. Dies könnte mehr als zehn Milliarden Dollar in die Kassen spülen, schrieb die “Financial Times” (Samstagausgabe) unter Berufung mit der Angelegenheit vertraute Kreise.

Puma : Der Herzogenauracher Sportartikelhersteller will aus eigener Kraft weiter wachsen und dabei vor allem im Segment Outdoor nunmehr kräftig zulegen. Dies zeigten interne Pläne, die der “Wirtschaftswoche” (WiWo) vorliegen. Als erste große Sportmarke stoße Puma dabei mit einer breit angelegten Kollektion in den Bereich Segeln vor. (Dow Jones)


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