DEUTSCHE AKTIEN

8:20 | 04.07.2008
Lang & Schwarz – Daily Trader: Allianz, BASF, Bayer, Beiersdorf, Daimler, Deutsche Postbank, Deutsche Telekom, Henkel, Lufthansa, Merck, RWE, Siemens, TUI

Allianz: Im Ringen um einen Interessenausgleich bei der Abspaltung des Privat- und Firmenkundengeschäfts der Dresdner Bank steht laut “Handelsblatt” eine Einigung bevor. Demnach sollen in einem Spitzengespräch zentrale Stolpersteine beiseite geräumt worden sein. Eine Unterzeichnung der Vereinbarung steht aber noch aus. Details der vorläufigen Einigung sind dem Bericht zufolge nicht bekannt.

BASF: Der Chemiekonzern hat seine Marktposition als Automobilzulieferer in der Türkei ausgebaut. Demnach wurde mit dem türkischen Unternehmen Yasser eine Vereinbarung über die Übernahme der von Yasser gehaltenen Anteile an dem Joint-Venture Yasar BASF Automotive Coatings Ltds. geschlossen. Das Gemeinschaftsunternehmen vermarktet Autoserien- und Reparaturlacke in der Türkei. Mit der Übernahme der Anteile plant die BASF den Ausbau der Position bei internationalen Fahrzeugherstellern und Zulieferern in diesem Markt. Im abgelaufenen Fiskaljahr generierte das Unternehmen mit 130 Mitarbeitern einen Umsatz von rund 45 Mio. Euro. Finanzielle Einzelheiten der Transaktion wurden nicht bekannt gegeben.

Bayer: Die Tochter Bayer CropScience hat die Zulassung für den insektiziden Wirkstoff „Spirotetramat“ in den USA und Kanada erhalten. Der Wirkstoff soll international unter der Marke „Movento“ vermarktet werden. Mittelfristig erwartet das Unternehmen ein jährliches Umsatzpotenzial von rund 200 Mio. Euro. In den Jahren 2008 und 2009 sind weitere Markteinführungen in Brasilien, Mexiko, Kolumbien, Australien, Neuseeland, Türkei, Afrika, den Niederlanden und Österreich geplant. Insgesamt soll Movento in über 70 Ländern zum Einsatz kommen.

Beiersdorf: Der Kosmetikkonzern bereitet laut „FTD“ den Verkauf seiner Chemiesparte Bode vor. Es handelt sich dabei um einen Verkaufsprozess, der sich an ausgewählte Investoren richtet. Bode produziert bsp. Desinfektionsmittel, die in Krankenhäusern zum Einsatz kommen und setzt jährlich rund 70 Mio. Euro um. Beiersdorf mit der Hauptmarke Nivea will sich aber auf Endverbraucherware für den Einzelhandel konzentrieren. „Bode passt nicht zum Fokus, der auf Haut- und Schönheitspflege liegt“, so das Unternehmen. Der Kosmetikkonzern bereitet laut “FTD” den Verkauf seiner Chemiesparte Bode vor. Es handelt sich dabei um einen Verkaufsprozess, der sich an ausgewählte Investoren richtet. Bode produziert bsp. Desinfektionsmittel, die in Krankenhäusern zum Einsatz kommen und setzt jährlich rund 70 Mio. Euro um. Beiersdorf mit der Hauptmarke Nivea will sich aber auf Endverbraucherware für den Einzelhandel konzentrieren. “Bode passt nicht zum Fokus, der auf Haut- und Schönheitspflege liegt”, so das Unternehmen.

Daimler: Der Konzern erwartet in den kommenden Jahren eine weiter steigende Nachfrage nach Automobilen. Der Ölpreis werde aber hoch bleiben, sagte der Vorstandsvorsitzende Dieter Zetsche. Vor allem die Märkte in den Schwellenländern würden schnell wachsen. Dabei gebe es allerdings Bestrebungen, die wachsende Nachfrage mit einer effektiven Reduzierung der Emissionen in Einklang zu bringen. Beim Thema Abgase gehe es nicht nur um den Kohlendioxid-Ausstoß, sondern auch um weitere Emissionen. Daimler werde bei diesem Thema nicht auf eine neue Gesetzgebung warten, sondern bereits vorzeitig Emissionsbestimmungen erreichen. In den Jahren 2008 bis 2010 investiere Daimler fast 14 Mrd. Euro in Forschung und Entwicklung. Der Konzern werde die Produktion der nächsten Generation eines Brennstoffzellen-Systems in geringen Stückzellen in Modellen der B-Klasse im Jahr 2010 starten.

Deutsche Postbank: Bundesfinanzminister Peer Steinbrück hat nach Angaben des „Handelsblatt“ Spekulationen zurückgewiesen, dass sich die Regierung für einen Verkauf der Bank an eine nationale Bank einsetzt. „Es wird keinen politischen Preis für eine nationale Lösung geben“, sagte Steinbrück der Zeitung.

Deutsche Telekom: Der Telekommunikationskonzern will seine Werbeausgaben in diesem Jahr um einen zweistelligen Prozentsatz kürzen. Das kündigte der zuständige Manager Hans-Christian Schwingen in der Marketingzeitung „Horizont“ an. 2007 hat die Telekom rund 327 Mio. Euro in die klassische Fernseh-, Print- und Onlinewerbung gesteckt.

Henkel: Der Konsumgüterkonzern zieht seine Vertreter aus dem Vorstand der US-Beteiligung Ecolab ab. Wie der US-Konzern mitteilte, habe Henkel in einem Brief an das Unternehmen erläutert, dass man sich aus dem Vorstand zurückziehen werde, obwohl noch nicht klar sei, wann und wie die Beteiligung am Unternehmen ganz oder teilweise verkauft würde. Bei den von Henkel ernannten „Directors“, die künftig nicht mehr dem Vorstand angehören werden, handelt es sich um Stefan Hamelmann, Kasper Rorsted und Hans Van Bylen.

Lufthansa: Der Konzern und die Gewerkschaft ver.di haben ihre dritte Verhandlungsrunde für die Beschäftigten am Boden und in der Kabine am Donnerstag unterbrochen. Die Gespräche seien vertagt worden, sagte Lufthansa-Sprecherin Claudia Lange. Zum Inhalt der Verhandlungen nahm sie keine Stellung. Die Fluggesellschaft verkauft laut “FTD” einen Teil der Gastronomiesparte. Die Tochter LSG Sky Chefs hat ihre Flughafenrestaurants mit einem Umsatz von 27 Mio. Euro an den Verkehrsgastronomiebetreiber SSP abgegeben. LSG will sich stärker auf das Catering im Flugzeug konzentrieren. Angesichts der weiter steigenden Ölpreise wird der Billigflieger Germanwings seine Flotte reduzieren. Vier von derzeit 29 Flugzeugen werden demnach zum 01.11. abgegeben. „Die Rahmenbedingungen für die Airlineindustrie haben sich angesichts der gestiegenen Kosten sehr stark verändert“, sagte Germanwings-Chef Thomas Winkelmann. Oberstes wirtschaftliches Ziel sei Profitabilität.

Merck: Das Unternehmen erwartet für die kommenden Jahre steigende Erlöse in ihrer Chemiesparte. Das Geschäft mit Flüssigkristallen soll bis 2010 jährlich mit einem hohen einstelligen Prozentsatz wachsen, der Umsatz mit den anderen Spezialchemikalien um mehr als 5%, sagte Chemie-Chef Bernd Reckmann der „Financial Times Deutschland“ ProSiebenSat.1 Media: Die Betriebsräte des Konzerns haben geplante Einsparungen und die Geschäftspolitik der Mehrheitseigentümer massiv kritisiert. „Sparmaßnahmen sind die falsche Strategie, sie führen in die Sackgasse und verstellen den Blick auf das Entscheidende“, hieß es in einem veröffentlichten Brief von Betriebsräten an die Unternehmensleitung. Stattdessen müsse es um bessere Formate, höhere Quoten und mehr Werbeeinnahmen für das Unternehmen gehen. Das „Geschäftsgebaren“ der Mehrheitseigner KKR und Permira schade Mitarbeitern und Kleinaktionären. Die „überwältigende Mehrheit“ dieser Pläne werde man durch die Reduzierung von Programmkosten umsetzen, etwa über die vermehrte Ausstrahlung von Wiederholungen, sagte ein Unternehmenssprecher. Zu einem „massiven Stellenabbau“ werde es dagegen nicht kommen.

RWE: CEO Jürgen Großmann stößt laut “Handelsblatt” bei seiner angekündigten Expansion auf neue Probleme: Der Energiekonzern muss dem Bericht zufolge jetzt um die bereits sicher geglaubte und strategisch bedeutsame Beteiligung an einem russischen Stromerzeuger bangen. Der russische Partner Sintez, mit dem RWE gemeinsam die Übernahme des Stromerzeugers TGK-2 stemmen will, verlangt für die Kooperation immer neue Zugeständnisse von RWE. Dabei geht es um die von RWE zu leistende Einlage in ein neues Gemeinschaftsunternehmen, die das wirtschaftliche Risiko für RWE deutlich erhöhen würde. Der Stromkonzern will bis 2010 sein Stromübertragungsnetz für 2,2 Mrd. Euro ausbauen. Ein entsprechender Investitionsplan sei der Bundesnetzagentur übergeben worden, teilte die Tochter RWE Transportnetz Strom GmbH mit. Der Plan enthalte alle Projekte, die bis 2010 begonnen würden. Über diese Mittel hinaus werde 1 Mrd. Euro in das bestehende Netz investiert. Dieser Betrag stehe jedoch nicht im Investitionsplan.

Siemens: Die Arbeitnehmervertreter drohen wegen des geplanten Abbaus tausender Arbeitsplätze mit Streik. „Bevor wir Siemens und damit unsere Arbeitsplätze gefährden, ist es unsere Pflicht, notfalls auch einen Arbeitskampf durchzuführen“, sagte der Erlanger Betriebsratschef Werner Mönius, der auch Vorsitzender des Siemens-Europabetriebsrates ist. Die Pläne zum Abbau von weltweit voraussichtlich mehr als 17.000 Jobs, darunter 6.450 in Deutschland, seien völlig überzogen. Sollte man aber bei den Beratungen im Wirtschaftsausschuss am 07. und 08.07. zu einer Einigung kommen, sei ein „Arbeitskampf nicht nötig“, erklärte Mönius.

TUI: Der Touristikkonzern wird nach Angaben der „Börsen Zeitung“ in den nächsten zwei Wochen konkrete Angebote für die abzugebende Schifffahrtssparte Hapag-Lloyd erhalten. Nach Eingang der Angebote und nach Prüfung der Bücher könnte dann frühestens im September/Oktober der Zuschlag gegeben werden, so die Zeitung. Als Interessenten werden die Reederei NOL aus Singapur und das Konsortium Hamburger Privatinvestoren genannt. Großaktionär John Fredriksen fordert die sofortige Ablösung von CEO Michael Frenzel. “Wir möchten klarmachen, dass wir Dr. Frenzel für untragbar halten”, schreibt Fredriksen in einem Brief an den TUI-Aufsichtsrat, der dem “Handelsblatt” vorliegt. “Wir glauben, dass weitreichende Änderungen in der Führung dieses Unternehmens notwendig sind”.

Quelle:

Lang und Schwarz

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Quelle: Newsletter “Daily Trader” der Lang & Schwarz Wertpapierhandel AG

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