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Lang & Schwarz – Daily Trader: Arcandor, Beiersdorf, BMW, EADS, Escada, Hypo Real Estate, Lufthansa, Münchener Rück, Porsche, ProSiebenSat.1 Media, Siemens, TUI, Volkswagen

Arcandor: Nach Informationen der “WirtschaftsWoche” umfasst die angekündigte Überprüfung der Holding-Struktur erhebliche Einschnitte bei der Warenhaus-Tochter Karstadt. Unter Berufung auf Unternehmenskreise schreibt das Magazin, Vorstandschef Thomas Middelhoff prüfe die konzerninterne Verschiebung der 130 profitablen Karstadt Reisebüros zu Thomas Cook. Ein Arcandor- Sprecher bestätigte gegenüber der “WirtschaftsWoche” Pläne über eine “engere Anbindung”. In dem Bericht heißt es weiter, dass die bundesweit 28 Karstadt-Sport-Geschäfte verkauft werden könnten.

Beiersdorf: Der Verkauf der Chemiesparte Bode steht unmittelbar bevor. Spätestens bis Mitte Oktober solle der Verkauf abgeschlossen sein, erfuhr die “FTD” von mehreren mit dem Vorgang vertrauten Personen. Eine letzte breit angelegte Due Dilligence stehe allerdings noch bevor. Der Kreis der Bieter habe sich inzwischen verkleinert und bestehe nur noch aus strategischen Investoren. Als Favoriten für den Zuschlag gelten die beiden Bode-Konkurrenten Hartmann sowie der Air Liquide mit seiner Tochter Schülke & Mayr.

BMW: Die Motorradsparte wird ihr Absatzziel für das laufende Jahr von 105.000 Einheiten voraussichtlich verfehlen. Bereichsvorstand Hendrik von Kuenheim erklärte dem “Tagesspiegel” das voraussichtlich das Vorjahresniveau (2007: 102.00 Stück) leicht übertroffen werde.

EADS: Der Flugzeugbauer Airbus hat in China das erste Montagewerk außerhalb Europas eröffnet. Das Investitionsvolumen für das Montagewerk in Tianjin wurde auf 800 Mio. bis 1 Mrd. Euro beziffert. Im 1.Halbjahr 2009 soll das erste montierte Verkehrsflugzeug ausgeliefert werden. Ab 2011 ist die Fertigung von einem Flugzeug pro Woche vorgesehen. Airbus-CEO Thomas Enders rechnet damit, dass der Konzern noch bis Anfang 2009 “umfangreichen Bestellungen” aus China erhalten werde. Bisher seien bereits entsprechende Übereinkünfte mit chinesischen Unternehmen für insgesamt 280 Maschinen unterzeichnet worden.

Escada: Die Ratingagentur Standard & Poor’s (S&P) hat das langfristige Rating für die Unternehmensbonität der Escada AG auf “B-” (”B+”) gesenkt. Der Ausblick ist stabil. S&P begründete den Schritt mit der dritten Gewinnwarnung des Unternehmens in diesem Jahr.

Hypo Real Estate: Der Immobilienfinanzierer sicherte sich eine umfangreiche neue Kreditlinie. Ein Konsortium aus dem deutschen Finanzsektor hat dazu für die Hypo Real Estate Holding AG und ihre Tochtergesellschaften DEPFA Bank Plc, Hypo Real Estate Bank AG und Hypo Real Estate Bank International AG kurz- und mittelfristige Kreditlinien über mehrere Mrd. Euro arrangiert, deren Umfang den Refinanzierungsbedarf der Gruppe auf absehbare Zeit abdeckt. Als eine Konsequenz der neuen Finanzierungs-Arrangements wird die Hypo Real Estate Holding Abschreibungen auf ihre Beteiligung an der DEPFA Bank Plc vornehmen müssen. Dieses Impairment wird einen wesentlichen materiellen Effekt auf die Gewinn- und Verlustrechnung der Gruppe haben. Eine Dividendenausschüttung für das Geschäftsjahr 2008 ist nicht zu erwarten. Zuvor hatte die “FTD” berichtet, der Hypo Real Estate drohe wegen massiver Liquiditätsprobleme der Zusammenbruch. Verantwortlich dafür sei die irische Tochter DEPFA.

Lufthansa: Der Chef der Alitalia-Gewerkschaft Avia, Antonio Divietri, geht davon aus, dass die Lufthansa der wahrscheinlichste ausländische Partner der angeschlagenen italienischen Airline sei.

Münchener Rück: Vorstandschef Nikolaus von Bomhard hat das Interesse an der Übernahme von Aktiva des Versicherers AIG bekräftigt. Er betonte, dass die Münchener Rück für eine Expansion gut gerüstet sei. Der Konzern sei vergleichsweise sehr gut kapitalisiert und könne sofort loslegen, sagte von Bomhard. Dank eines strikten Risikomanagements treffe die Finanzkrise den Konzern weit weniger als manchen Konkurrenten.

Porsche: Einem Bericht des “Spiegel” zufolge wird der Sportwagenhersteller auch nach eine auf über 50% aufgestockten Beteiligung an Volkswagen weniger Macht bei dem Autobauer haben als geplant. Das Magazin beruft sich dabei auf interne Unterlagen, die VWJuristen zusammen mit externen Experten erarbeitet hätten. Demnach müssten zahlreiche geschäftspolitische Entscheidungen künftig von einem neuen Gremium des VW-Aufsichtsrates genehmigt werden. Davon betroffen seien zum Beispiel Verträge zwischen Marken des VW-Konzerns und Porsche sowie die Beeinflussung der Produktionsstarts von Modellen und Motoren.

ProSiebenSat.1 Media: Einem Bericht des “Spiegel” zufolge stehen bei dem Konzern weitere Einsparungen an. Zusätzlich zu den bisherigen rund 70 Mio. Euro sollen die Kosten in den verbleibenden drei Monaten dieses Jahres um weitere knapp 30 Mio. Euro sinken, berichtet das Magazin unter Berufung auf Unternehmenskreise. Dabei solle vor allem bei den Programmkosten gekürzt werden. Über die Höhe und den Zeitraum weiterer Einsparungen werde voraussichtlich erst im Oktober entscheiden, hieß es weiter.

Siemens: Nach einem Bericht der “Börsen-Zeitung” ist der indische IT-Dienstleister Tata Consultancy Services an der Siemens-ITSparte SIS interessiert. Erste Gespräche sollen in der laufenden Woche stattfinden. Der Irak hat mit Siemens und General Electric eine Absichtserklärung im Umfang von mehreren Mrd. USD zur Lieferung von Geräten zur Stromerzeugung geschlossen.

TUI: Nach Informationen der “FAZ” hat das Hamburger Investorenkonsortium 4 Mrd. Euro für Hapag-Lloyd geboten. Den Angaben zufolge dürfte es sich dabei den Enterprise-Value handeln, der auch die zu übernehmenden Schulden umfasst. Wie die Zeitung weiter berichtet, hat das Konsortium rund 2 Mrd. Euro Eigenkapital eingeworben. Über die Höhe der Offerte der singapurischen NOLGruppe wurde nichts bekannt.

Volkswagen: Die Tochter Audi wird nach Angaben von Peter Schwarzenbauer trotz der Krise auf dem nordamerikanischen Automobilmarkt massiv in das Marketing in den USA investieren. Das Investitionsvolumen für die kommenden 3 Jahre bezifferte er im Gespräch mit dem “Handelsblatt” auf mehrere hundert Mio. Euro. Nach einem Bericht der Zeitschrift “Automotive News Europe” will der Konzern den Golf 7 ab 2012 am Markt einführen.

Quelle:

Lang und Schwarz

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Quelle: Newsletter “Daily Trader [1]” der Lang & Schwarz Wertpapierhandel AG [2]

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